Ausgerechnet gegen Bayern
HSV hofft wieder einmal auf den Befreiungsschlag

dpa DÜSSELDORF. Noch Anfang März begegneten sich beide Clubs auf Augenhöhe, knapp neun Monate später trennen sie Welten. Angesichts der Talfahrt des Hamburger SV ist aus dem vermeintlichen Spitzenspiel gegen den FC Bayern München ein Duell zweier ungleicher Konkurrenten geworden.

Von fehlender Brisanz kann dennoch nicht die Rede sein. Schließlich bietet sich den kriselnden Norddeutschen die große Chance zur Trendwende. „In dieser Phase gegen die Bayern zu gewinnen, könnte ein Befreiungsschlag sein“, sagte HSV- Mittelfeldspieler Piotr Trochowski.

In der vorigen Saison, als man auf dem Weg zur nationalen Fußball- Großmacht schien, konnte nur der HSV den späteren Meister zwei Mal besiegen - nun steht vor dem 14. Spieltag insgesamt nur ein Erfolg zu Buche. Zu allem Überfluss sorgten die von der Clubspitze dementierten Spekulationen über eine bevorstehende Trennung von Coach Thomas Doll für zusätzliche Unruhe. Von dieser Krisenstimmung beim Gegner wollen sich die Bayern jedoch nicht blenden lassen. Obwohl inzwischen 13 Plätze zwischen beiden Teams liegen, warnt der Münchner Abwehrspieler Daniel van Buyten vor den Qualitäten seiner alten Kameraden: „Wir betrachten den HSV, als wäre er oben, nicht Vorletzter.“

Ähnlich wie der FC Bayern liebgäugelt Werder Bremen mit einer raschen Rückkehr an die Tabellenspitze. Das setzt voraus, dass sich die Schützlinge von Thomas Schaaf bis zur Winterpause weitgehend schadlos halten. Trotz der beiden vorigen erfolglosen Ligaspiele strotzen sie vor der Partie gegen Arminia Bielefeld vor Selbstvertrauen. Das 1:0 über den FC Chelsea in der Champions League sorgte für neue Euphorie. Aus Sorge um ein abruptes Ende der Hochstimmung warnte Schaaf vor Bielefeld: „Für diese Partie brauchen wir volle Konzentration.“ Die mahnenden Worte machen Sinn: Immerhin ist die Arminia seit acht Punktspielen ungeschlagen.

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