Auslosung der Fußball-EM

Bis zu 27 Millionen für den Sieger

Die Gedanken werden bei der Loszeremonie in Paris noch bei den Opfern des Terrors sein. Doch die bunte Show soll auch ein Zeichen für die EM-Endrunde 2016 setzen. An die 24 Teilnehmer zahlt die Uefa ein Rekordgeld aus.
Bundestrainer Joachim Löw zeigt's an: Wir wollen den EM-Pokal. Quelle: dpa
Objekt der Begierde

Bundestrainer Joachim Löw zeigt's an: Wir wollen den EM-Pokal.

(Foto: dpa)

ParisDie Wunden sind noch lange nicht verheilt. Und auch Bundestrainer Joachim Löw wird beim Kurztrip zur EM-Auslosung nochmals mit den schrecklichen Stunden des 13. November konfrontiert. „Natürlich wird die Rückkehr nach Paris auch für mich speziell“, erklärte Löw noch immer unter dem Eindruck des hautnah erlebten Terrors in der französischen Metropole vor einem Monat. Nur langsam rückt für den Chef der deutschen EM-Mission 2016 der Sport wieder in den Mittelpunkt, wenn am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) im betongrauen Palais de Congrès die EM-Vorrundengegner für sein Team ausgelost werden.

„Frankreich wird ein hervorragender Gastgeber sein, in den nächsten Tagen genauso wie beim Turnier selbst. Wir haben also auch allen Grund, uns auf die Europameisterschaft zu freuen, den Blick nach vorn zu richten“, sagte der Bundestrainer vor der rund einstündigen Auslosungs-Zeremonie. Die Show soll mit den berühmten, frech-frivolen Cancan-Tänzerinnen und dem bekannten DJ David Guetta auch signalisieren, dass sich die EM-Gastgeber und ihre Millionen Gäste ein stimmungsvolles Kontinental-Championat von irren Extremisten nicht zerstören lassen wollen.

„Frankreich ist ein Fußball-Land, die Franzosen lieben den Fußball. Sie werden herzliche und gute Gastgeber sein und alles für das höchstmögliche Maß an Sicherheit tun“, betonte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff, der mit Löw und der gesamten Sportlichen Leitung in Paris dabei ist, zuversichtlich. Der neue Champion kann bis zu 27 Millionen Euro verdienen - Rekord. Allein für den Finalsieg zahlt die UEFA acht Millionen Euro. Insgesamt schüttet der europäische Verband 301 Millionen aus, 2012 mit 16 Teams waren es noch 196 Millionen gewesen.

Dem Europameister und Golden-Goal-Finalschützen Bierhoff wird sechs Monate vor dem Eröffnungsspiel am 10. Juni im Stade de France, wo das deutsche Team nach dem Freundschaftsspiel gegen die Franzosen die Terrornacht verbracht hatte, eine große Ehre zuteil. Mit den weiteren einstigen Titelhelden David Trezeguet (Frankreich), Antonin Panenka (Tschechien) und Angelos Charisteas (Griechenland) darf Bierhoff als „Losfee“ die erstmals 24 EM-Starter auf sechs Gruppen verteilen.

Weltmeister Deutschland wird wie Frankreich, Titelverteidiger Spanien England, Portugal und Belgien aus Topf eins gezogen. Dann werden unter Leitung von UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino die Teams aus den weiteren drei Töpfen dazu gelost, bis das Spielplanpuzzle für die zehn Stadien in neun Spielorten perfekt ist.

Dramatische Tage für die Weltmeister
Zum Jahresabschluss
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Eigentlich wollten sich die deutschen Weltmeister auf das EM-Jahr 2016 einstimmen. Die Vorfreude auf die Länderspiel-Klassiker gegen Frankreich und die Niederlande war groß, als Bundestrainer Joachim Löw mit seinem Team am Montag vergangener Woche in München zusammenkam. Niemand ahnte, welche dramatischen Tage vor Spielern, Trainern und Betreuern liegen würden.

Montag, 9. November
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Mit Werbeaufnahmen für die EM 2016 startet das Team um Kapitän Schweinsteiger in die finale Länderspielwoche 2015. Selbst die pausierenden Mesut Özil und Toni Kroos sind dafür nach München angereist.

Montag, 9. November
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Am Abend kommt die Nachricht vom Rücktritt des DFB-Präsidenten. Bundestrainer Joachim Löw äußert sich darüber „sehr betroffen” vor dem Teamhotel: „Wolfgang (Niersbach) war ein fantastischer Mensch und ein fantastischer Präsident für uns.”

Dienstag, 10. November
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Teammanager Oliver Bierhoff wünscht sich bei der ersten Pressekonferenz der Woche „beherzte Auftritte” gegen den EM-Gastgeber Frankreich und den Erzrivalen Holland. Löw verzichtet aufs Training. Die von Englischen Wochen geschlauchten Spieler sollen Kraft tanken. Keiner ahnt, wofür sie diese am Ende brauchen werden.

Mittwoch, 11. November
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An einem traumhaften Herbsttag trainieren die 24 Akteure im Aufgebot erstmals auf der Anlage des FC Bayern. „Wir wollen Spaß haben und die Atmosphäre aufsaugen”, sagt Thomas Müller am Tag vor der Abreise des DFB-Teams zum EM-Probelauf in Paris.

Donnerstag, 12. November
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Nach der Ankunft in Frankreich äußert sich Löw vor der internationalen Presse voller Vorfreude auf die anstehenden zwei Partien: „Frankreich, Holland – das sind zwei große Namen im Weltfußball.” Er will „testen”, „sehen” und „probieren” für die EM. Am Abend trainiert das Team im riesigen Stade de France.

Freitag, 13. November
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Schreck in der Morgenstunde: Die Mannschaft muss wegen einer Bombendrohung das Hotel räumen, vertreibt sich die Zeit danach auf der Tennisanlage von Roland Garros. Spürhunde finden in der Luxusherberge im Stadtteil Boulogne nichts – Entwarnung.

Deutschland könnte auf Italien treffen
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