Auslosung in Porto
U21 brennt auf die Endrunde

Dieter Eilts kennt weder Wunschgegner noch Angstlos. Gelassen blickt der Trainer der Fußball-U-21-Nationalmannschaft der Auslosung in Porto zur Europameisterschafts-Endrunde vom 23. Mai bis 4. Juni entgegen.

HB FRANKFURT/PORTO. „Wir schauen nicht auf andere, sondern orientieren uns an uns selbst“, sagte Eilts vor der Auslosung am Mittwoch. „Wir werden bei der EM mit dem Ziel antreten, den Titel zu holen. Das werden und können die restlichen sieben Nationen aber auch.“

Neben Gastgeber Portugal haben sich Titelverteidiger Italien, Frankreich, Dänemark, Serbien-Montenegro, die Ukraine und die Niederlande für die Endrunde qualifiziert. Als Gruppenköpfe gesetzt sind Portugal (A1) und Italien (A2). Dem deutschen Team nicht zugeteilt werden kann Dänemark, dass neben der DFB-Auswahl den besten Koeffizienten aus der Qualifikation vorweist. Vorgenommen wird die Auslosung im Serralves-Museum für Zeitgenössische Kunst von Portugals Fußball-Legende Eusebio.

Auch wenn Eilts bereits Videoaufzeichnungen der sieben Rivalen vorliegen, der Blick gilt den eigenen Qualitäten. Und die können sich sehen lassen: Die Gruppenphase beendeten die DFB-Junioren trotz zahlreicher Abstellungen an die A-Nationalmannschaft als Gruppenerster vor England; sieben Siege, drei Unentschieden lautete die Bilanz. Keine Probleme gab es anschließend in der Playoffrunde gegen Tschechien (2:0/1:0). „Wir müssen auch in Portugal wieder unser Potenzial abrufen“, fordert Eilts, der neben den beiden Testpartien gegen Lettland am 28. Februar in Wolfsburg sowie am 21. März in Ahlen gegen Armenien Ende April ein letztes Vorbereitungsspiel bestreiten möchte. Ein Gegner steht aber noch nicht fest.

Die EM-Bilanz der deutschen Junioren soll endlich Glanz abbekommen. Bisher schaffte es lediglich die Auswahl der ehemaligen DDR 1978 in das damals noch mit Hin- und Rückspiel ausgetragene Finale. In der Endabrechnung hieß es 5:4 für Gegner Jugoslawien. Eine bittere Stunde erlebte die U 21 des DFB vor anderthalb Jahren ausgerechnet im eigenen Land. Unter der Führung von Ulli Stielike schied die Mannschaft sang- und klanglos aus.

Seitdem ist der Unterbau der A-Mannschaft aber eine Macht mit insgesamt neun Siegen und drei Unentschieden. „Natürlich können wir den Titel holen. Genauso gut können wir aber auch ohne Punkte ausscheiden“, meinte Eilts, der mit einem Erfolg seiner Mannschaft am 4. Juni auch die passende Einstimmung auf die fünf Tage später beginnende WM in Deutschland leisten könnte.

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