Ausraster gegen Moskau
Atouba offenbar rassistisch beleidigt worden

dpa HAMBURG. Thimothee Atouba vom Hamburger SV ist vor seinem Ausraster im Champions-League-Spiel gegen Zska Moskau offenbar von Zuschauern rassistisch beleidigt worden. Das melden mehrere Hamburger Zeitungen übereinstimmend unter Berufung auf Besucher des Spiels in der AOL-Arena.

Demnach sei der Kameruner Fußballprofi unter anderem als „Nigger, Kanacke und Affe“ beschimpft worden. Ein anderer Besucher, der die Partie auf der VIP-Tribüne verfolgt hatte, sagte dem „Hamburger Abendblatt“: „Da waren Beschimpfungen wie Neger oder Nigger fast schon die harmlosesten Ausdrücke.“

Atouba, der schon zuvor heftig ausgepfiffen worden war, hatte nach seiner selbst geforderten Auswechslung in der 69. Minute dem Publikum mehrmals den „Stinkefinger“ gezeigt. Der 24-Jährige hat den Berichten zufolge die Beleidigungen bestätigt, wollte diese aber nicht als Auslöser für sein Verhalten verstanden wissen. „Atouba hat uns gesagt, rassistische Rufe seien nicht der Grund für seinen Ausraster gewesen“, sagte Clubchef Bernd Hoffmann der „Bild“-Zeitung. Zugleich betonte Hoffmann aber, dass der Verein rassistische Beleidigungen keinesfalls dulden und „rigoros“ dagegen vorgehen werde.

Linksverteidiger Atouba ist vom HSV für zwei Bundesligaspiele suspendiert und mit einer Geldstrafe belegt worden. In einer schriftlichen Erklärung entschuldigte er sich bei den Fans für sein Verhalten.

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