Außenseiter trifft auf „Tre Kronor“
Karibik-Kicker fordern eiskalte Schweden

Als absoluter Außenseiter tritt Trinidad und Tobago heute das Spiel gegen Schweden an. Die Mannschaft um ihren Star Dwight Yorke geht trotzdem mit dem Wunsch zu siegen ins Spiel.

Trotz ihrer Position als krasser Außenseiter spricht der Kapitän der Nationalmannschaft von Trinidad und Tobago ihr Ziel klar aus: "Natürlich wollen wir gewinnen. Es ist ein Spiel elf gegen elf, und unsere Chancen stehen 50:50. Mit diesem Bewusstsein gehen wir in die Begegnung", sagt Dwight Yorke vor der Auftaktpartie gegen Schweden am Samstag (18 Uhr) in Dortmund.

Nach der überraschenden Qualifikation für die Endrunde in Deutschland hoffen die Karibik-Kicker auf die ganz große Sensation. "Jede Woche schlägt irgendwo auf der Welt ein vermeintlicher Außenseiter einen Favoriten. So ist Fußball, und darauf bauen wir", erklärt Trainer Leo Beenhakker. Der Niederländer hat seinen Spielern in den 14 Monaten seiner Tätigkeit vor allem Glauben an die eigene Stärke eingeimpft: "Sie zerreißen sich füreinander. Ich bin sicher, dass viele noch von der Qualität unserer Mannschaft überrascht sein werden."

Nur Fußball-Insidern bekannt

Das Gros des "T"n"T"-Teams ist nur Fußball-Insidern bekannt. Zwar kicken die meisten von Beenhakkers Spielern in England oder Schottland, dort allerdings größtenteils in unteren Ligen. Einziger Akteur von Weltruf ist Yorke, der Ende der 90er Jahre als Torjäger von Manchester United (64 Tore in 151 Spielen) zum gefeierten Star wurde und 1999 beim denkwürdigen 2:1-Finalsieg gegen Bayern München in der Champions League dabei war.

Trotz seiner inzwischen 34 Jahre ist Yorke für Beenhakker die zentrale Figur im Spiel. "Er ist nicht mehr die reine Sturmspitze, die er mal war, sondern mehr offensiver Mittelfeldspieler. Da kann er uns am meisten helfen, den Ball halten und ihn verteilen", sagt der frühere niederländische Bondscoach, der den Australien-Legionär von Pierre Littbarskis ehemaligem Klub FC Sydney überhaupt erst zum Comeback in der Nationalmannschaft bewegte.

Für Yorke soll die WM die Krönung seiner Karriere sein: "Ich bin nicht hergekommen, um dreimal zu verlieren und wieder nach Hause zu fahren. Wie jedes andere Team haben wir das Ziel, das Achtelfinale zu erreichen."

Schweden setzt auf Erfahrung

Gegen die Unbekümmertheit der "Trinis" setzt Schweden geballte internationale Erfahrung. Die Hoffnungen der Skandinavier ruhen vor allem auf ihrem "magischen Dreieck" mit den Stürmerstars Zlatan Ibrahimovic (Juventus Turin) und Hendrik Larsson (FC Barcelona) sowie Arsenals Fredrik Ljungberg hinter den Spitzen.

Das Trio erzielte allein 20 von 30 Treffern der "Tre Kronors" in der WM-Qualifikation. "Sie haben eine entscheidende Rolle auf dem Weg nach Deutschland gespielt", sagt Trainer Lars Lagerbäck, warnt aber zugleich: "Trotzdem kann man mit drei Spielern allein kein Spiel gewinnen."

Verzichten muss der Coach allerdings auf Stammtorwart Andreas Isaksson (Stade Rennes), der durch einen harten Schuss ins Gesicht beim Training am Mittwoch eine Gehirnerschütterung erlitt. Ersetzt wird der Keeper vermutlich durch John Alvbage (Viborg FF).

© SID

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