Autokorso nach 4:2
Deutschland steht nach Auftaktsieg Kopf

Zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft am Freitag haben weit mehr als eine Million Menschen in ganz Deutschland friedliche Fan-Feste gefeiert.

HB BERLIN/MÜNCHEN. Schon wenige Minuten nach dem 4:2- Erfolg der deutschen Mannschaft gegen Costa Rica in München verlängerten die Fußball-Freunde am Abend per Auto-Corso die WM- Meilen in den Zentren deutscher Städte. Mit Hupkonzerten, Gesängen und in einem Fahnenmeer zogen die Fans jubelnd über die Boulevards.

Auf dem Berliner Kurfürstendamm und anderswo drückte die Polizei beide Augen zu: "Solange niemand gefährdet wird, schreiten wir nicht ein", sagte ein Sprecher. In München war laut Polizei zwischen Siegestor und Rheinstraße "kein Durchkommen mehr". Der Marienplatz wurde zum "Feierplatz" erklärt. Bis zum Abend gab es keine größeren Zwischenfälle. Viele tausend Beamte sicherten die Stadien in München und Gelsenkirchen, wo die ersten Spiele ausgetragen wurden, und die Fan-Meilen in zahlreichen Städten.

Schon Stunden vor dem WM-Auftakt hatten sich die Fußballanhänger in Scharen vor den rund 200 Großbildleinwänden im ganzen Land versammelt. Pop- und Rockmusiker stimmten auf den ersten WM- Abend ein. In Bonn spielte das Beethoven-Orchester in Trikots der japanischen Nationalmannschaft Verdis Triumphmarsch aus "Aida". Später dominierten klassische Fußballsongs wie "Football?s Coming Home", "We are the Champions" oder auch die deutschen WM-Hits "Fiiiinaaale, ohohoho" und "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin." Auf den Fan-Meilen zwischen Füssen und Flensburg begegneten sich die Gastgeber und ihre farbenfroh gekleideten Gäste aus aller Welt fröhlich und getreu dem WM-Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden".

Fest in britischer Hand war einen Tag vor dem Match England-Paraguay in Frankfurt/Main der Römerberg. In der Innenstadt hat die Polizei am Abend vor britischen Fußballfans demonstrativ Einsatzkräfte postiert.

"Auf dem Römerberg sind über hundert englische Fußballfans, die potenziell als gewaltbereit eingestuft werden", sagte ein Polizeisprecher. Zusammen mit Kollegen der britischen Polizei solle den Fans klargemacht werden, dass keine Randale geduldet werde.

Zu Auseinandersetzungen sei es aber bislang nicht gekommen. Zuvor hatten britische und deutsche Fans damit begonnen, sich gegenseitig zu verspotten. Um einer möglichen Eskalation vorzubeugen, stellten sich rund hundert Polizeibeamte zwischen die deutschen und britischen Gruppen.

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