„Barca“ gleicht in letzter Minute aus
Messi verdirbt Werder die Gala

Argentiniens Jungstar Lionel Messi hat Werder Bremen die Fußball-Gala in der Champions League gegen den FC Barcelona verdorben. Der 19-Jährige erzielte in der 89. Minute den Ausgleich der Spanier zum 1:1 (0:0) und raubte damit dem mit einer Klasse-Leistung aufwartenden Bundesliga-Achten den durchaus verdienten Sieg gegen den Titelverteidiger.

HB BREMEN. Die Bremer blieben durch das unglückliche Remis gegen die mit Stars gespickte Elf von Titelverteidiger FC Barcelona auch im sechsten Pflichtspiel in Serie ohne Sieg, wahrten dank des wichtigen Punktgewinns gegen den hohen Favoriten aber ihre Mini-Chance auf das Weiterkommen in der Königsklasse. Vor 37 000 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion brachte Carles Puyol (56./Eigentor) die starken Bremer in Führung, die Messi noch egalisieren konnte. Im Heimspiel am 18. Oktober gegen Levski Sofia benötigen die Bremer nun unbedingt einen Sieg, um ihre Ausgangsposition in der Meisterliga zu verbessern.

„Ich freue mich über das gute Spiel, aber natürlich ist man enttäuscht, wenn man lange 1:0 führt und dann so spät den Ausgleich bekommt“, sagte Bremens Nationalspieler Torsten Frings nach dem Teilerfolg. „Vor dem Spiel wäre ich mit einem 1:1 zufrieden gewesen.“ Und Kapitän Frank Baumann ergänzte: „Vom Spielverlauf her war das unglücklich, aber wir haben bewiesen, dass wir auch mit einem so starken Gegner mithalten können.“ Torjäger Miroslav Klose trauert den vergebenen Chancen beim Stand von 1:0 nach: „Wenn wir das zweite Tor machen, ist das Spiel für uns entschieden.“

Nach zuletzt fünf Pflichtspielen ohne Sieg war der Bundesliga-Achte gegen den Topfavoriten der "Königsklasse" nicht wiederzuerkennen. Von der ersten Minute an spürte man den unbedingten Willen, die 0:2-Auftaktschlappe beim FC Chelsea wieder wettzumachen. Und da auch die Gäste trotz der Niederlage keineswegs enttäuschten, sah das Bremer Publikum eine über weite Strecken mitreißende Partie. Schon vor dem Anpfiff hatten die Bremer einen vereinsinternen Medienrekord verzeichnet: 256 Journalisten aus aller Welt und 54 TV-Stationen hatten sich angemeldet.

Das Wagnis von Werder-Trainer Thomas Schaaf, gleich zwei überraschende Änderungen in der Startformation vorzunehmen, zahlte sich auf ganzer Linie aus. In seinem ersten Pflichtspiel für die Norddeutschen nach mehrmonatiger Verletzungspause wegen einer Fersenoperation zeigte Per Mertesacker auf Anhieb eine ansprechende Leistung. Gleiches galt für U21-Nationalspieler Hunt, der den zuletzt formschwachen Ivan Klasnic mehr als ersetzte und neben Miroslav Klose für viel Bewegung in der Offensive der Platzherren sorgte. Einen weiteren Wechsel hatte es auf der linken Abwehrseite gegeben. Dort begann Christian Schulz an Stelle von Pierre Womé.

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