Barcelona für Werder eine Nummer zu groß
„Es lag an unserer eigenen Blödheit“

Werder Bremen kehrt desillusioniert aus Barcelona heim. Die bittere Erkenntnis: Selbst der in der Bundesliga gefürchtete Spitzenreiter ist vom europäischen Topniveau weit entfernt und wurde so vorgeführt, wie er es sonst mit der heimischen Konkurrenz macht. Entsprechend schonungslos und drastisch fiel nach dem Champions-League-Aus die Selbstkritik der Spieler aus.

dpa BARCELONA. „Es lag an unserer eigenen Blödheit“, klagte Werder Bremens Nationalspieler nach dem bitteren 0:2 (0:0) beim Titelverteidiger. „Die ersten 20 Minuten waren nicht Champions-League-würdig.“ Tatsächlich lag es aber nicht nur an den zunächst verschüchterten und lange überforderten Bremern selber, sondern vielmehr am atemberaubenden Spaß- und Tempo-Fußball der katalanischen Weltauswahl. Barcelona, so lautete die bittere Erkenntnis, war mindestens eine Nummer zu groß.

„Wir hätten sogar noch mehr Gegentreffer kassieren können“, fasste Torhüter Tim Wiese die beeindruckende Übermacht des Titelverteidigers ehrlich zusammen. Wie ein Orkan war das Starensemble durch die Bremer Abwehr gefegt, zelebrierte einen Angriff nach dem nächsten, beließ es aber bei einer 45-minütigen Demonstration höchster Fußballkunst. „Wir hatten unseren Job schon in der ersten Halbzeit erledigt“, sagte Barca-Stürmer Eidur Gudjohnsen (18.), der neben Ronaldinho (13. Minute) ins Werder-Tor traf. „Das hat uns gereicht.“

Ernüchternd war besonders, dass ausgerechnet international erfahrene Spieler wie Torsten Frings, Tim Borowski oder Pierre Wome lange wie von Erfurcht erstarrt wirkten. Die Werder-Verantwortlichen waren indes um mäßigende Worte bemüht. „Schade ist, dass wir Barcelona nicht einmal die Chance gegeben haben, nervös zu werden“, kleidete Manager Klaus Allofs seine Kritik in elegante Sätze: „Wenn wir ein Tor geschossen hätten, hätte ich gerne ein bisschen Angst in ihren Augen gesehen.“

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