Bas Dost
Nächster Einsatz für die Wolfsburger Tormaschine

Als Torschützenkönig nach Wolfsburg gekommen schien Bas Dost schon langer ein teurer Flop zu sein. Doch jetzt trifft der Niederländer wie er will. Und zeigt sich vor dem Spiel gegen Lissabon als selbstbewusster Spieler.
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DüsseldorfDer Sport-Informationsdienst wählte blumige Worte, um die derzeitige Hierarchie im Wolfsburger Sturm zu beschreiben. „Lord Bendtner im Schatten des Dostman“, titelte der sid und meinte damit: Nicklas Bendtner kommt beim VfL derzeit nicht an der gesetzten Sturmspitze Bas Dost vorbei. Kein Wunder, vergleicht man die aktuelle Statistik des Dänen und des Niederländers – Dost traf seit Beginn der Rückrunde in fünf Spielen neunmal. Bei Bendtner steht bisher in der ganzen Spielzeit nur ein einziges Tor in zwölf Partien auf dem Zettel.

Dabei dürfte es den Dänen vielleicht trösten, dass auch Dost in Wolfsburg keinen leichten Start hatte – vorsichtig ausgedrückt. Sieben Millionen Euro zahlten die Wolfsburger 2012 für den damals 22-Jährigen, der beim SC Heerenveen in der niederländischen Eredivisie 32 Tore in 34 Spielen geschossen und den Klub auf Platz fünf geführt hatte.

Doch Dost blieb einen echten Leistungsnachweis zunächst schuldig und war dann erstmal lange verletzt. Noch in der Hinrunde der laufenden Saison machte der Stürmer gerade einmal sechs Spiele.

Dass der Knoten bei dem Niederländer doch noch platzte, hat er auch dem Hamburger SV zu verdanken. Der kaufte in der Winterpause den alternden Dauerläufer Ivica Olic zurück, bis dahin gesetzt im Sturm der Wölfe und mit fünf Treffern bester Torschütze. Nach dem Abgang Olics war der Weg frei für Dost, Trainer Dieter Hecking schenkte ihm das Vertrauen – und der Niederländer zahlte dieses beim triumphalen 4:1 über Bayern München mit zwei Toren prompt zurück.

Seitdem traf Dost nur im Spiel gegen Eintracht Frankfurt nicht. Die Partie endete Remis und ist die einzige, die die Wolfsburger in der Rückrunde nicht gewannen. Als „Wiedergutmachung“ traf Dost zwei Wochen später, bei einem wahnwitzigen 5:4 gegen Bayer Leverkusen, gleich viermal. Siegtreffer in der 93. Minute inklusive.

Grund genug für den Niederländer, selbstbewusst die derzeitigen Ansprüche des VfL in der Liga zu formulieren. „Wir haben zehn Punkte Vorsprung auf Platz drei, das ist überragend. Das darf man auch nicht mehr weggeben. Der zweite Platz muss für uns sein“, sagte Dost im Interview mit ran.de.

Und international, in der Europa League? „Das machen wir auch“, stellte der Niederländer vor dem Spiel gegen Sporting Lissabon am Donnerstagabend klar. Das Hinspiel gewannen die Wolfsburger vor heimischer Kulisse bereits überlegen mit 2:0. Beide Treffer erzielte, na klar: Bas Dost.

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