Bayer Leverkusen: Trennung von Teldafax wird überprüft

Bayer Leverkusen
Trennung von Teldafax wird überprüft

Bayer Leverkusen prüft eine Trennung von seinem in Misskredit geratenen Sponsoringpartner Teldafax, Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hat die neuen Eigentümer des Billigstromanbieters bereits zu einem Gespräch gebeten.
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DüsseldorfBundesligist Bayer Leverkusen prüft eine Trennung von seinem Sponsoringpartner Teldafax. In einem Brief an die neuen Eigentümer des Billigstromanbieters, der dem Handelsblatt (Freitagausgabe) vorliegt, bittet Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser um ein sofortiges Gespräch. Er erachte es für „dringend notwendig, dass Sie uns die in der Presse angekündigten Sanierungsmaßnahmen und vor allem Ihre Vorstellungen über eine zukünftige Zusammenarbeit mit Bayer 04 Leverkusen vorstellen.“
Die Stoßrichtung von Bayer ist klar: Der Verein strebt eine Trennung von dem Unternehmen an, dessen Name auf der Brust seiner Spieler prangt und der seit Monaten negative Schlagzeilen produziert. Kunden beklagen sich massenhaft über einbehaltene Guthaben, die Staatsanwaltschaft ermittelt bei Teldafax wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung.

Holzhäuser weist in seinem Brief darauf hin, dass Bayer bei einem Eigentümerwechsel die Möglichkeit habe, schon zum 30. Juni 2011 aus dem noch bis Mitte 2013 laufenden Vertrag mit Teldafax auszusteigen. In der vergangenen Woche hatten zwei Investoren das Unternehmen übernommen und den Sanierer Hans-Gerd Höptner als Vorstandschef eingesetzt. Außerdem werde die noch ausstehende Sponsoringsumme für die laufende Saison in Höhe von 1,62 Millionen Euro sofort fällig, betonte Holzhäuser
Ein Bayer-Sprecher bestätigte zwar nur, dass der Fußball-Bundesligist in dem Brief um ein Gespräch gebeten habe. Zu den Plänen des Vereins mit Teldafax äußerte er sich nicht.

Sönke Iwersen
Sönke Iwersen
Handelsblatt / Leiter Investigative Recherche

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