Bayern demontiert den HSV
Robben statt "lahme Enten"

Die Bayern können doch noch gewinnen - und wie. Ein überragender Arjen Robben sorgte gegen den Hamburger SV für einen Kantersieg - und das vorläufige Ende aller Diskussionen um die "lahme Ente" Louis van Gaal.
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MünchenViel wurde im Vorfeld der Partie zwischen Bayern München und dem Hamburger SV von den "lame ducks" gesprochen. Gemeint waren Bayern-Trainer Louis van Gaal und HSV-Coach Armin Veh, von denen seit dieser Woche bekannt ist, dass sie in der kommenden Saison nicht mehr für ihre jetzigen Vereine auf der Bank sitzen werden. Am Ende der Spitzenpartie des 26. Spieltags standen aber nicht die beiden "lahmen Enten" im Mittelpunkt, sondern Robben. Der niederländische Rechtsaußen, Arjen mit Vornamen, machte unter anderem mit drei Treffern wieder einmal den Unterschied zwischen mittelmäßigen und überragenden Bayern aus.

„Er hat sich nicht verändert. Die Situation ist immer noch das gleiche, der Trainer macht seine Arbeit, wir machen unsere Arbeit. Es ist das Wichtigste, dass wir alle an einem Strang ziehen wie der Trainer sagt. Wir müssen einander helfen und unterstützen.“, unterstützte der Flügelflitzer seinen Coach auch verbal. „An einem Tag sind wir sehr schlecht und alles ist eine Katastrophe und heute sind wir wieder die Super-Mannschaft. Das ist leider so im Fußball. Jetzt müssen wir Dienstag weiterkommen.“

Noch bevor die 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena den Ball rollen sahen, wurde bei den Münchnern aber erst einmal die Trainerdiskussion öffentlich fortgeführt. Sportdirektor Christian Nerlinger wies beim Pay-TV-Sender Sky Spekulationen zurück, wonach Bundestrainer Joachim Löw 2012 Nach-Nachfolger von van Gaal werden und dann den im Sommer zu verpflichtenden Jupp Heynckes ablösen könnte. „Es wird zu 100 Prozent keine Übergangslösung geben“, sagte Nerlinger zu einem Platzhalter-Modell mit Heynckes, der aber ein Kandidat bleibt. Noch hat allerdings van Gaal das Sagen - und der Niederländer blieb seiner Linie auch gegen Hamburg treu, als er mit Winter-Zugang Luiz Gustavo in der Innenverteidigung überraschte.

Der Brasilianer fiel dort bald negativ auf, als er den Ball an Änis Ben-Hatira vertändelte, dessen Pass Mladen Petric in einen wunderbaren Schlenzer verwandelte - doch Bayern-Torwart Thomas Kraft parierte. Hamburg kam zunächst immer wieder zu guten Gelegenheiten, weil die Bayern sich in typisch van Gaal'schem Stil in Ballbesitz verloren. Der HSV dagegen schaltete bei Ballgewinn immer wieder schnell um und kam so über zwei, drei Stationen in Tornähe. Paolo Guerrero hatte mit einem Schuss Pech, als Bastian Schweinsteiger noch eben so klären konnte (21.).

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Am Ende wird es für Veh richtig bitter

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