Bayern gegen Wolfsburg
Später Gustavo-Treffer lässt Bayern aufatmen

Mit einem glücklichen Last-Minute-Sieg gegen starke Wolfsburger haben die Bayern die ersten drei Punkte der Saison eingefahren. Die Wölfe waren lange Zeit gleichwertig - und haderten mit einer Schiedsrichterentscheidung.
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Wolfsburg, DüsseldorfLuiz Gustavo hat den FC Bayern München vor einem Fehlstart in die Bundesliga-Saison bewahrt. Durch den Last-Minute-Siegtreffer des Abwehrspielers sicherte sich das Team von Trainer Jupp Heynckes gegen kampfstarke Wölfe die ersten drei Punkte der Spielzeit.

Der Rekordmeister besiegte den VfL Wolfsburg mit 1:0 (0:0) und betrieb damit erfolgreich Wiedergutmachung für die Auftakt-Niederlage vor einer Woche gegen Mönchengladbach. Vor 30.000 Zuschauer in der ausverkauften VfL-Arena erzielte Neuzugang Luiz Gustavo in der 90. Minute den entscheidenden Treffer. Der ehemalige Hoffenheimer traf mit einem Direktschuss von der Strafraumgrenze, als alle sich schon auf ein gerechtes Unentschieden eingestellt hatten.

„Natürlich hatten wir etwas Glück“, räumte Bayern-Angreifer Franck Ribery beim TV-Sender „Sky“ ein, „aber wir waren viel aggressiver als vor einer Woche gegen Gladbach. Wenn wir so weiter spielen, mache ich mir keine Sorgen.“

Noch nie in der Vereinsgeschichte hatte Bayern die ersten beiden Bundesliga-Spiele in einer Saison verloren. Mit einer Niederlage waren die Münchner zuletzt vor zehn Jahren gestartet, vor zwölf Jahren hatte man auch nach zwei Spielen nur einen Punkt auf dem Konto. Von acht Spielzeiten, in denen Bayern das erste Saisonspiel verloren hatte, hielt man am Ende nur einmal (1985/86) die Meisterschale in der Hand.

Bayern-Coach Heynckes gab nahezu der gleichen Startelf eine zweite Chance, die den Auftakt gegen Mönchengladbach verpatzt hatte. Lediglich Arjen Robben musste wegen einer Rückenverletzung passen. Dafür gab Franck Ribery sein Saisondebüt in der Anfangsformation. WM-Torschützenkönig Thomas Müller wechselte im Vergleich zum ersten Spiel die Seiten und übernahm die Robben-Position auf dem rechten Flügel.

Amtskollege Felix Magath hatte nach dem siegreichen Auftakt in Köln hingegen keinen Grund, etwas zu ändern und schickte eine identische Elf auf den Platz. Somit traf Hasan Salihamidzic erstmals seit seiner Rückkehr in die Bundesliga auf die Bayern, für die er sieben Jahre lang selbst gespielt hatte.

Mit dem Schwung des Auftaktsieges im Rücken begann Wolfsburg druckvoller. Der Meister von 2009 spielte konsequent über die Flügel und war in der Spielanlage deutlich gefährlicher. Bayern bemühte sich hingegen, den Ball lange in den eigenen Reihen zu halten und das Spiel zu kontrollieren. Allerdings war bei den Spielern des Rekordmeisters eine gewisse Nervosität nicht zu übersehen.

Nach einer Viertelstunde drang Ribery über die linke Seite gefährlich in den Strafraum ein und hatte die große Möglichkeit zur Führung. VfL-Neuzugang Marco Russ klärte jedoch in höchster Not.

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