Bayern-Niederlage gegen Bayer
Leverkusen schlägt Peps Not-Elf

Gegen Leverkusen musste Bayern-Trainer Pep Guardiola nach vielen Ausfällen ordentlich improvisieren. Dabei setzte er auf mehrere Nachwuchs-Kicker. Leverkusen wusste das zu nutzen, die Werkself war klar besser.
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LeverkusenBayern München hat mit einem 0:2 (0:0) bei Bayer Leverkusen die Generalprobe für den Champions-League-Hit gegen den FC Barcelona verpatzt - sich mit einem B-Team aber nicht komplett blamiert. Die Werkself holte dagegen vor 31 210 Zuschauern mit dem Sieg durch die Tore von Hakan Calhanoglu (55.) und Julian Brandt (81.) gegen den feststehenden deutschen Fußball-Meister drei wichtige Punkte im Kampf um Bundesliga-Platz drei mit Borussia Mönchengladbach.

Die Gladbacher spielen am Sonntag bei Hertha BSC und empfangen sechs Tage später die Leverkusener zum wohl richtungsweisenden Duell um den direkten Einzug in die europäische Königsklasse.

Bayern-Cheftrainer Pep Guardiola hatte nach dem Aus im DFB-Pokal erwartungsgemäß seine Mannschaft stark verändert - angesichts der zahlreichen Verletzten wie Arjen Robben, Franck Ribéry und Robert Lewandowski und mit Blick auf den wichtigen Halbfinal-Auftritt im Camp-Nou-Stadion von Barcelona am Mittwoch. Erst gar nicht mit nach Leverkusen reisten die Weltmeister Thomas Müller und Jerome Boateng. Für den verletzten Robert Lewandowski stürmte Claudio Pizarro. Außerdem stand nach fast acht Monaten Verletzungspause erstmals Javier Martinez wieder in der Startelf. Sein Bundesliga-Debüt gab zudem der Regionalliga-Spieler Rico Strieder.

Dass dieses B-Team keine erste Fußball-Qualität bot, wunderte nicht. Dennoch war die Verlegenheitself des Rekordmeisters in der ersten Halbzeit dichter am ersten Treffer dran, als die bemühten, aber wenig inspirierten Leverkusener. In der 21. Minute vergab Mario Götze die größte Möglichkeit für die Gäste: Nach einem Steilpass lief er allein auf Bayer-Schlussmann Bernd Leno zu, spielte ihn aus, schoss aber zu schwach. Tin Jedvaj konnte den Ball noch abfangen.

Die Gastgeber, die zuvor in neun Liga-Partien ohne Niederlage geblieben waren, taten sich zunächst schwer, ihr temporeiches Offensivspiel aufzuziehen, hatten aber vor dem Seitenwechsel zumindest zwei Chancen. In der zehnten Minute köpfte Ömer Toprak frei stehend nach Ecke von Calhanoglu am Gehäuse des wenig beschäftigten Bayern-Keepers Manuel Neuer vorbei. 25 Minuten später fiel nach einigem Hin und Her im Münchner Strafraum Jedvaj der Ball vor die Füße, der jedoch zu überhastet und weit über das Tor schoss.

Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff war es Stürmer-Routinier Pizarro, der nach Hackentrick vom Gianluca Gaudino frei zum Schuss kam, den Leno mit Bravour parierte. Einmal mehr zeigte danach Bayer-Regisseur Calhanoglu, was für ein Kunstschütze er ist: Einen Freistoß aus 25 Metern verwandelte er direkt gegen Neuer, der schon 19. Mal in dieser Saison ohne Gegentor geblieben war.

Der Münchner Schlussmann musste sogar noch ein zweites Mal hinter sich greifen: Das eingewechselte Geburtstagskind Brandt (19) sorgte in der 81. Minute für die Vorentscheidung mit seinem Treffer von der Strafraumgrenze.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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