Fußball
Bayern schalten Fifa im Streit mit La Coruna ein

Der Streit zwischen Bayern München und dem spanischen Erstligisten Deportivo La Coruna um eine Nachzahlung für Torjäger Roy Makaay beschäftigt nun die Fifa. Die Münchner halten eine Vertragsklausel für nicht rechtmäßig.

Der Weltverband Fifa soll nach Wunsch des deutschen Meisters Bayern München über den Streit mit dem spanischen Erstligisten Deportivo La Coruna um eine Nachzahlung für Torjäger Roy Makaay entscheiden. Bayern-Manager Uli Hoeneß gab am Montag bekannt, dass die Münchner die Fifa gebeten haben, die Rechtmäßigkeit der Vertragsklausel zu prüfen. Die beiden Klubs hatten beim Wechsel des Niederländers zu den Bayern im August 2003 vereinbart, dass die Bayern beim Teresa-Herrera-Turnier von "Depor" teilnehmen oder bei Nichterscheinen 500 000 Euro Strafe zahlen.

Überschneidung mit Bundesliga-Spieltag

"Möglicherweise war die Teilnahme am Turnier von uns ja von vornherein nicht geplant", meinte Hoeneß süffisant und sieht der Nachzahlung offenbar ganz entlassen entgegen: "Jetzt muss die Fifa entscheiden, ob die Zahlung fällig wird. Schließlich haben wir im vergangenen Jahr die Teilnahme am Turnier rechtzeitig abgesagt. Und es ist ja wohl klar, dass wir in diesem Jahr nicht teilnehmen können, weil wir am selben Tag in der Bundesliga ein Auswärtsspiel in Leverkusen haben."

"Wenn sie nicht zahlen, gehören die Transferrechte wieder Deportivo", hatte dagegen Deportivos Präsident Cesar Augusto Lendoiro gedroht. Laut Lendoiro sei schriftlich vereinbart, dass der FC Bayern bis 2006 sogar zweimal am Turnier des spanischen Ex-Meisters teilnehmen müssen. Bei Nicht-Erscheinen seien jeweils 500 000 Euro fällig. Bereits bei der Verpflichtung von Makaay im August 2003 hatte es Streit zwischen beiden Klubs gegeben. Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte damals Lendoiro vorgeworfen, Makaay "regelrecht erpresst" zu haben.

© SID

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