Bayern und BVB auf Einkaufstour
Die wilde Jagd nach dem nächsten Superstar

Bayern und Dortmund enteilen der Bundesliga-Konkurrenz: Mehr als 100 Millionen Euro für neue Spieler könnten die beiden Marktführer in diesem Sommer ausgeben. Im Transfermarkt spielen beide in einer eigenen Liga.

DüsseldorfDer Transfermarkt in der Bundesliga läuft schon heiß. Rekordmeister FC Bayern hat bereits wieder so stark investiert, dass aktuell unter dem Strich ein sattes Minus von mehr als 50 Millionen Euro entsteht. Das hat System: In den vergangenen fünf Jahren beläuft sich der Negativsaldo bei Spielertransfers sogar auf mehr 200 Millionen Euro. Auf Platz zwei dieses mittelfristigen Rankings liegt übrigens nicht der BVB, sondern es folgen RB Leipzig und der VfL Wolfsburg.

Borussia Dortmund hat in diesem Sommer ähnlich stark wie die Bayern zugeschlagen, aber bisher einen satten Überschuss in der Transferbilanz erwirtschaftet, weil die drei Stammspieler Mats Hummels (FC Bayern), Ilkay Gündogan (Manchester City) und Henrikh Mkhitaryan (Manchester United) den Verein für insgesamt rund 110 Millionen Euro verlassen. Bei diesem aktuell hohen Überschuss im Transfersaldo dürfte es jedoch nicht bleiben.

Die Millioneneinnahmen aus den drei Verkäufen dürften schon bald wieder für weitere Spieler ausgegeben werden, um den Kader aufzuwerten. Heiß gehandelt wird erneut André Schürrle vom VfL Wolfsburg. Hinzu kommt wieder das Thema Mario Götze – mit dem Hinweis, dass dies ja ein guter Kumpel von Schürrle sei und beide gerne zusammenspielen würden.

Ein halbes Dutzend verheißungsvolle Spieler hat Dortmund bereits für rund 60 Millionen Euro verpflichtet. Doch wegen der Abgänge liegt vor Trainer Thomas Tuchel in der Vorbereitung noch mehr Arbeit als in seiner ersten Saison. Das weiß der Verein. BVB-Chef Hans-Joachim Watzke hält seinem Trainer daher auch bewusst den Rücken frei.

Öffentlich schraubt der BVB die Erwartungen wie in der Vorsaison erst einmal deutlich zurück. „Fakt ist: Wir stehen vor einer Saison des Umbruchs“, sagt Watzke. Ziel bleibe dennoch die Qualifikation für die Champions League. Wird der Meistertitel also schon vorzeitig abgeschenkt an die Bayern? Vorerst zumindest, denn der BVB sieht sich nicht einmal mehr als Bayern-Jäger.

Das ist realistisch, wenn auch ärgerlich für den ehrgeizigen Trainer Tuchel. Die Münchner sind in der nächsten Saison eher stärker als schwächer einzustufen. Ihr Kader verändert sich kaum, weil die meisten Spieler langfristig gebunden sind. Wer wie Superstürmer Robert Lewandowski gerne wechseln würde, darf nicht. Und wer wie Weltmeister Mario Götze doch bitteschön gehen soll, will nicht.

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