Bayern will van Nistelrooy
Chelsea bietet 14 Millionen Euro für Lahm

Die Weltklasse-Leistung von Nationalspieler Philipp Lahm im Eröffnungsspiel hat offenbar das Interesse des FC Chelsea London geweckt. Bayern-Trainer Felix Magath ist mit einem Wechsel seines Schützlings zum "Millardärs-Club" aus London allerdings ist nicht einverstanden.

HB DORTMUND/LONDON. Nach dem Traumstart in seine erste Fußball-Weltmeisterschaft ist der deutsche Nationalspieler Philipp Lahm ins Blickfeld des FC Chelsea geraten. Wie die in London erscheinende "Daily Mail" am Mittwoch vor dem zweiten WM-Gruppenspiel der deutschen Elf gegen Polen berichtete, will der Club des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch eine Ablösesumme von umgerechnet 14,63 Millionen Euro für den Abwehrspieler des FC Bayern München bieten.

Der 22-jährige Lahm hat beim deutschen Meister noch Vertrag bis zum 30. Juni 2009. Am Geld ist ein Wechsel bei Chelsea allerdings noch nie gescheitert, Abramowitsch hat nach Medienberichten in den vergangenen drei Jahren insgesamt rund 575 Millionen Euro in den Premier-League-Club investiert.



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Chelsea-Coach José Mourinho plant angeblich nach der ablösefreien Verpflichtung von Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack vom FC Bayern sowie dem ukrainischen Stürmerstar Andrej Schewtschenko für 65 Millionen Euro vom AC Mailand für die Offensive nun noch eine Kompletterneuerung der linken Abwehrseite. Aus England heißt es, dass neben Lahm auch der brasilianische Weltmeister Roberto Carlos von Real Madrid als Ersatz für Asier del Horno und Wayne Bridge kommen soll. Den 33-jährigen Roberto Carlos hatte Mourinho trotz dessen Alters zuletzt als "besten Spieler auf seiner Position" bezeichnet. Abgegeben hat Chelsea in der Deckung bereits den deutschen Nationalverteidiger Robert Huth, der für fünf Jahre zum FC Middlesbrough wechselt.

Bayern-Trainer Felix Magath hat sich grundsätzlich ablehnend zu einem möglichen Transfer von Lahm geäußert. Lahm sei ein "Eckpfeiler" in der Abwehr des Rekordmeisters und für die kommende Saison "fest eingeplant", sagte der Bayern-Coach der "Bild"-Zeitung. Nachdem der Franzose Bixente Lizarazu seine Karriere im Sommer beendet hat, ist Rechtsfuß Lahm der einzige Linksverteidiger im Bayern-Kader. Lahm hatte mit einem Traumtor und einer herausragenden Leistung im ersten WM-Spiel gegen Costa Rica (4:2) auch international auf sich aufmerksam gemacht. Der ehemalige argentinische Superstar Diego Maradona hatte den jungen Münchner mit einem besonderen Lob geadelt: "Das war eine Weltklasse-Leistung von Philipp Lahm. In dieser Form kann er einer der Top-Spieler der WM werden", hatte Maradona nach dem Eröffnungsspiel am vergangenen Freitag in München erklärt.

Unterdessen hat der FC Bayern München Interesse am niederländischen Stürmerstar Ruud van Nistelrooy von Manchester United bekundet. Doch Vortstandschef Karl-Heinz Rummenigge möchte die Clubverantwortlichen aus England nicht unnötig gegen einen Vorstoß des deutschen Rekordmeisters aufbringen. "Wir machen nichts hinter dem Rücken von ManU und müssen erst wissen, ob er tatsächlich günstig auf dem Markt ist", sagte der ehemalige Nationalstürmer.

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