Fußball
Beckenbauer mit WM-Generalprobe zufrieden

Das Prädikat „Organisations-Weltmeister“ müssen sich die Deutschen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erst noch verdienen. Doch schon der Probelauf des Confederations Cups stellt Franz Beckenbauer zufrieden.

dpa FRANKFURT/MAIN. Das Prädikat "Organisations-Weltmeister" müssen sich die Deutschen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erst noch verdienen. Doch schon der Probelauf des Confederations Cups stellt Franz Beckenbauer zufrieden.

"Die Resonanz auf unsere Organisation war gut bis sehr gut. Bisher wurde Großartiges geleistet", sagte der Präsident des Organisationskomitees bei seiner positiven Zwischenbilanz nach zwölf der 16 Spiele. Dass nicht alles reibungslos geklappt habe, sei normal und "waren Kleinigkeiten, die wir auch noch hinbekommen", meinte Beckenbauer. Die Mini-WM sei dafür genau der richtige Test. Beckenbauer: "Besser, wir machen jetzt die Fehler, die wir dann bis zur WM im nächsten Jahr abstellen können."

Horst R. Schmidt, der für die Bereiche Ticketing, Verkehr, Transport und Sicherheit verantwortliche 1. Vizepräsident des OK, teilte Beckenbauers Ansicht, formulierte sein Zwischenfazit jedoch eine Nuance nüchterner. "Die Organisation läuft zufrieden stellend. Ein endgültiges Gesamturteil wollen wir uns aber erst nach dem Finale erlauben", meinte Schmidt. Bereits im Juli werden Weltverband Fifa und OK ein Resümee aus ihren Erfahrungen und Erkenntnissen ziehen.

Seine große Bewährungsprobe werde Frankfurt als WM-Test-Stadion beim Confed-Cup-Endspiel erleben. Beim Test der erstmals eingeführten Chip-Technologie beim Einlass "hakt es noch manchmal an den Drehkreuzen" (Schmidt). Beim Ticketing müsse für 2006 noch die Schwelle von 90 Prozent verkaufter Karten überschritten werden und auch gewisse Sicherheitsaspekte seien noch verbesserungswürdig. Über den bereits dritten "Flitzer" beim Spiel Brasilien - Japan in Köln war der OK-Vize alles andere als amüsiert. Schmidt: "Mit dem Ordnungsdienst müssen wir uns noch intensiver befassen und die Kontrollen der Innenräume besser bewältigen."

Begeistert zeigte sich der für Personal und Finanzen zuständige OK-Vizepräsident Theo Zwanziger bei seinem Loblied auf die 2075 freiwilligen Helfer. "Ohne freiwillige Arbeit geht gar nichts. Sie machen einen tollen Job und Appetit, ehrenamtlich tätig zu sein", meinte der DFB-Präsident. Als Schirmherr für die "Volunteers" konnte das OK Alt-Bundespräsident Johannes Rau gewinnen. Auch Beckenbauer zeigte sich höchst angetan von den "freundlichen und hübschen Menschen", wobei ihm mehr die weiblichen als die männlichen Hostessen ins Auge gefallen seien. Ein kurioses Resultat aus der freundlich- familiären Zusammenarbeit der Freiwilligen war bisher schon ein Heiratsantrag.

Nicht vergleichbar sind für Zwanziger die Budgets der Generalprobe und der richtigen WM. Während er den Gesamtetat des OK für die WM 2006 auf 430 Mill. Euro bezifferte, beläuft sich jener der Mini-WM auf 25 Millionen, wobei die Fifa zum Haushalts-Ausgleich ihren Beitrag leistet. Zwanziger: "Wir konnten das nicht aus eigener Kraft stemmen." Einen Confed-Cup-Rekord für den Medienbereich vermeldete der dafür zuständige OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach. Mit Übertragungen von 150 TV-Stationen in 170 Länder und 3 141 Akkreditierungen seien fast schon WM-Dimensionen erreicht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%