Beckenbauer und Königin Silvia starten Freundlichkeitskampagne
Deutschland rollt WM-Gästen den roten Teppich aus

WM-OK-Chef Franz Beckenbauer hat gemeinsam mit Königin Silvia von Schweden am Dienstag in Berlin eine nationale Freundlichkeitskampagne zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gestartet. Dabei will Deutschland als Gastgeber seinen Besuchern den roten Teppich ausrollen. Die Tourismusbranche plant, Service und Freundlichkeit in verschiedenen Dienstleistungsbereichen vorzustellen.

HB BERLIN. "Wir Deutsche lächeln ehrlich", scherzte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) beim "Tourismusgipfel" des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) im Hotel Adlon.

Das Motto der WM "Die Welt zu Gast bei Freunden" wird mit der Kampagne ergänzt um den Service-Leitspruch "Deutschland rollt den roten Teppich aus." Getragen wird die Aktion von führenden Branchenverbänden aus Hotellerie und Gastronomie, Fluggesellschaften, den Tourismusorganisationen des Bundes und der Länder sowie den zwölf WM-Städten.

Die Kampagne solle keineswegs das weit verbreitete Vorurteil von der "Servicewüste Deutschland" kultivieren, sagte der Tourismus-Beauftragte der Fifa, Fedor Radmann. Diese sei gerade in der Touristik falsch. Auch Petra Hedorfer, Chefin der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), bemühte sich, Missverständnissen vorzubeugen. "Wir haben eine hohe Service-Bereitschaft in unseren Hotels und der Gastronomie", sagte sie. Dennoch könne man alles besser machen.

Zu den 64 Spielen werden mindestens eine Million Fußballfans aus dem Ausland in Deutschland erwartet. Dies bedeute im Schnitt fünf Millionen zusätzliche Übernachtungen, rechnet die DZT. Bundeswirtschaftsminister Glos hofft auf ein rundherum freundliches Land. "Wir müssen die Freundlichkeit so weit bringen, dass selbst die Berliner Polizisten lächeln."

Ein positives Zeichen in punkto Gastfreundschaft will bereits in dieser Woche die Stadt Leipzig anlässlich der Auslosung der acht WM-Vorrundengruppen an diesem Freitag setzen. Franz Beckenbauer lobte die Bemühungen in Leipzig mit leichter Ironie. "Es ist jetzt nicht so wie beim Karneval in Rio. Aber ist für Leipziger Verhältnisse beachtlich", sagte Beckenbauer unter dem Lachen von mehreren Hundert Vertretern aus der Reisebranche.

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