Fußball
Beckenbauer will kooperativeren Klinsmann sehen

Der Zustand der deutschen Nationalmannschaft hat nun auch Franz Beckenbauer auf den Plan gerufen. "Klinsmann muss sich helfen lassen", apellierte der Chef des WM-OK an den Bundestrainer.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat von seinem Ex-Coach Franz Beckenbauer via Bild-Zeitung väterliche Ratschläge erhalten. Nach den schwachen Auftritten der DFB-Elf schlug Beckenbauer vor, dass Klinsmann im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) mehr auf die Ratschläge anderer Experten hören solle. "Klinsmann muss sich auch helfen lassen. Das heißt für mich, über wohlgemeinte Ratschläge zumindest nachzudenken und eigene Angriffspunkte zu beseitigen", schrieb der "Kaiser" in seiner Bild-Kolumne.

Nach der 1:2-Pleite des WM-Gastgebers in der Türkei am vergangenen Samstag glaubt der Präsidenten von Bayern München aber an Klinsmanns Einsicht: "Die Kritik, die nun aufkommen wird, ist nur ein Vorspiel für das, was auf ihn im nächsten Jahr einstürzen wird. Eine WM ist für keinen Trainer ein Zuckerschlecken. Aus persönlichen Gesprächen in den letzten Tagen habe ich das Gefühl, daß Jürgen inzwischen eher bereit ist, sich helfen zu lassen." Der Chef des WM-Organisationskomitees riet Klinsmann zudem erneut, seinen Wohnsitz zumindest ab Beginn des kommenden Jahres schwerpunktmäßig nach Deutschland zu verlagern, da die seltene Präsenz des Bundestrainers in der Bundesliga ein wesentlicher Angriffspunkt sei. "Im WM-Jahr 2006 sollte er mehr Tage in Deutschland als in den USA verbringen, um sich nicht dem ständigen Vorwurf auszusetzen, er sei ja nie da", meinte Beckenbauer.

Freibrief für Podolski, Kahn und Ballack

Große Ratschläge hinsichtlich der Mannschaftsaufstellung konnte der Weltmeistermacher Klinsmann aber auch nicht mit auf den Weg geben: "Was die Mannschaft angeht, bleiben ihm wenig Möglichkeiten. Drei müssen immer spielen: Oliver Kahn, Michael Ballack und Lukas Podolski. Der Rest ist eigentlich austauschbar. Deshalb braucht man jetzt auch keine neuen Personaldiskussionen zu führen."

© SID

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