„Becks is back“
Beckham gründet eigenes Fußball-Team in Miami

Erst im vergangenen Mai hatte er seinen Abschied als aktiver Fußballer in Paris gefeiert, nun kehrt David Beckham zurück – und will die Lizenz für ein eigenes Team in den USA erwerben. Das Stadion ist erst noch zu bauen.
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Miami/BerlinDas Outfit war passend gewählt, als David Beckham seine ehrgeizigen Pläne als zukünftiger Klubbesitzer im Miami Downtown Museum Plaza vorstellte. Im feinen Anzug und mit schicker Krawatte verkündete der frühere Fußball-Star den Kauf einer Lizenz für ein in Miami beheimatetes Team in der Major League Soccer (MLS) gezogen. „Diese Stadt ist bereit für Fußball. Wir werden erfolgreich sein. Es wird eine spannende Zeit“, sagte Beckham auf einer Pressekonferenz vor mehr als 300 Gästen.

Der Deal hatte sich bereits seit Monaten angedeutet. Nach dem Ende seiner erfolgreichen Karriere im Mai vergangenen Jahres hatte Beckham sein ehrgeiziges Projekt vorangetrieben. In den nächsten Wochen und Monaten gehe es nun darum, den Finanzierungsplan und den Standort des noch zu errichtenden Stadions auf den Weg zu bringen. „Ich habe meine ganze Karriere hart gearbeitet und ich werde hart für diese Stadt arbeiten“, ergänzte Beckham an der Seite des stolzen MLS-Commissioners Don Garber.

Auf öffentliche Fördergelder setzt er dabei nicht. Es werde viele interessierte Leute geben, die in den Klub investieren wollen. Einer könnte Basketball-Superstar LeBron James sein, mit dem Beckham schon Gespräche über eine Installierung einer Fußball-Mannschaft in Miami geführt hatte. „Wir wollen einen Verein errichten, der von Millionen Fans geliebt wird“, betonte der 115-malige Nationalspieler: „Nicht nur ein Team für Miami, sondern ein globales Team.“

Zuletzt hatte es von 1998 bis 2001 in Südflorida den Miami Fusion F.C. gegeben, ehe das Team mangels Akzeptanz wieder eingestampft worden war. Mit Beckham, der von 2007 bis 2012 in der MLS für Los Angeles Galaxy spielte, soll alles anders werden.

Der 38-Jährige soll als großes Zugpferd das Image der in Europa immer noch belächelten MLS weiter aufpolieren. Und vor allem wolle er „einige der besten Spieler“ nach Miami holen. Er habe gesehen, wie sich die Liga gewandelt habe und das Interesse gestiegen sei. „Es liegt viel Arbeit vor uns, aber wir haben die passenden Antworten.“

Wann das Team von Beckham sein MLS-Debüt geben wird, ist noch unklar. Aktuell spielen in der MLS 19 Teams, 2015 sollen Orlando City und New York City hinzukommen.

Für Beckham hat jedenfalls der zweite Teil seiner Karriere begonnen. Der 38-Jährige hatte im Mai vergangenen Jahres nach einem Abstecher zu Paris St. Germain seine Fußball-Karriere beendet. Seine größte Zeit erlebte „Becks“ beim englischen Rekordmeister Manchester United, mit dem er 1999 die Champions League gewann. Außerdem spielte er für Real Madrid und den AC Mailand.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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