Befreiungsschlag für Lienen
Hannover demütigt Geißböcke

KÖLN. Für Aufsteiger 1. FC Köln und seinen Trainer Uwe Rapolder wird die Lage in der Bundesliga immer bedrohlicher. Das Team aus der Domstadt verlor am Sonntagabend beim Wiedersehen mit seinem ehemaligen Coach Ewald Lienen 1:4 (0:0) gegen den direkten Konkurrenten Hannover 96 und ist nach der sechsten Niederlage in den vergangenen sieben Liga-Spielen nur noch zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Der stark in der Kritik stehende Lienen, der nach zweieinhalb Jahren im Frühjahr 2002 beim 1. FC Köln entlassen worden war, kann nach dem zweiten Saisonsieg und dem Sprung seines Teams auf Rang elf dagegen aufatmen.

Vor 50 000 Zuschauern im Kölner WM-Stadion gingen die Gastgeber zwei Minuten nach der Pause durch das dritte Saisontor von Albert Streit zwar in Führung, kassierten aber praktisch im Gegenzug durch den ebenfalls dritten Saisontreffer des Tschechen Jiri Stajner den Ausgleich (48.). Ein Doppelschlag innerhalb von 240 Sekunden durch Thomas Brdaric (53.) und einen verwandelten Foulelfmeter von Ricardo Sousa (56.) besiegelte die erneute Pleite der Rapolder-Elf. Erneut Brdaric (70.) machte mit seinem fünften Saisontor alles klar.

Rapolder hatte wie angekündigt zunächst auf den deutschen Nationalstürmer Lukas Podolski verzichtet, der sich im Länderspiel gegen China unter der Woche eine Wadenzerrung zugezogen hatte. Trotzdem waren die Gastgeber in den ersten zehn Minuten offensiv- und lauffreudig und hatten durch Anthony Lurling (5.), dessen Schuss nur die Latte des Hannoveraner Gehäuses traf, die erste Chance. Wenig später scheiterte Christian Springer mit einem Kopfball an Hannovers Torwart Robert Enke.

Nach dem guten Auftakt riss dann jedoch bei den Gastgebern der Faden. Hannover kam deutlich besser ins Spiel und hatte durch Nationalspieler Per Mertesacker, Brdaric (beide 14.), erneut Brdaric (17.), Sören Halfar (22.) und Dariusz Zuraw (33.) beste Tormöglichkeiten. Nach der Führung zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Kölner unverständlicherweise völlig unkonzentriert und kassierten innerhalb von nur neun Minuten die Gegentore durch Stajner, Brdaric und Sousa. Sie zeigten dabei eklatante Schwächen im Abwehrverhalten. Mit dem Ergebnis waren die Gastgeber, die auf Abwehrspieler Alpay (disziplinarische Gründe) sowie die verletzten Markus Feulner und Patrick Helmes verzichten mussten, am Ende noch gut bedient.

© SID

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