Bei „Three Lions“ hängt vor Duell mit „Oranje“ der Haussegen schief
Immer Ärger mit Rooney

dpa MÜNCHEN. Wunderstürmer Wayne Rooney wieder unter Prügel- Verdacht, Nationaltrainer Steve Mcclaren unter Beschuss und David Beckham weiter auf dem Abstellgleis: Vor dem Prestige-Duell in den Niederlanden hängt bei Englands Fußball-Nationalteam der Haussegen schief.

Während die „Three Lions“ in Amsterdam gewaltig unter Druck stehen, können die anderen Top-Nationen den Abschluss des Länderspiel-Jahres für Experimente nutzen. In der EM-Qualifikation steht mit sieben Spielen lediglich ein Sparprogramm auf dem Plan.

Im Lager der Engländer häuften sich vor dem Hit in den Niederlanden die schlechten Nachrichten. Bei Topstürmer Rooney meldete sich einmal mehr die Polizei, weil der 21-Jährige im Oktober einen Fotografen vor einem Nachtclub in Manchester angegriffen haben soll. Bei Trainer Mcclaren stapelten sich unterdessen die Absagen. Acht Profis ließen sich wegen Verletzungen kurzfristig entschuldigen. „Eine Farce“, höhnten die englischen Medien. Trotzdem verzichtet der Coach, der sich nach dem müden 0:0 gegen Mazedonien und dem 0:2 in Kroatien in der EM-Qualifikation keinen weiteren Ausrutscher erlauben darf, weiter auf die Dienste von Ex-Kapitän Beckham.

Auch Ruud van Nistelrooy, Beckhams Teamkollege bei Real Madrid, muss die Partie vor dem Fernseher verfolgen. „Bondscoach“ Marco van Basten ignorierte van Nistelrooys Vier-Tore-Gala in Osasuna, verblüffte stattdessen mit vier Neulingen und holte zudem Routinier Clarence Seedorf (AC Mailand) nach mehr als zwei Jahren zurück in die Oranje-Auswahl. Seedorf soll offenbar den Hamburger Rafael van der Vaart auf der Spielmacher-Position entlasten.

Bei Vize-Weltmeister Frankreich erreicht Kapitän Patrick Vieira als fünfter Nationalspieler im Heimspiel gegen Europameister Griechenland die magische Grenze von 100 Länderspielen. „Das ist schon außergewöhnlich. Darauf bin ich stolz“, sagte der 30-Jährige. Neben Rekordnationalspieler Lilian Thuram (125 Einsätze) sind auch Marcel Desailly (116), Zinédine Zidane (108) und Didier Deschamps (103) im exklusiven „Hunderter-Club“. Gäste-Coach Otto Rehhagel sieht seine Griechen in Paris klar in der Außenseiter-Rolle. „Wir wollen gegen diesen starken Gegner prüfen, in welchem Zustand wir sind und einige neue Spieler testen“, sagte Rehhagel.

Rekord-Weltmeister Brasilien scheint nach fünf Spielen ohne Niederlage unter dem neuen Trainer Carlos Dunga zurück auf dem Weg zu alter Klasse. Beim Gastspiel in der Schweiz dürfen auch die Bundesliga-Profis Diego (Werder Bremen) und Tinga (Borussia Dortmund) mitmischen. Dagegen sind neben Superstar Ronaldinho nur noch sechs weitere WM-Teilnehmer im Kader der „Seleção“. „Es wird keiner bevorzugt, und es gibt für niemanden Privilegien“, sagt Dunga.

Weltmeister Italien, bei dem Trainer Roberto Donadoni nach zuletzt zwei Siegen in der EM-Qualifikation wieder fester im Sattel sitzt, erwartet in Bergamo die Türkei. Spaniens Coach Luis Aragonés will bei der Begegnung mit Rumänien in Cadiz trotz zuletzt durchwachsener Resultate erneut frisches Personal testen und verzichtete auf die Angreifer Raúl und Fernando Torres.

Auch die deutschen EM-Qualifikations-Gegner Tschechien (gegen Dänemark) und Slowakei (gegen Bulgarien) absolvieren zum Ende des Länderspiel-Jahres noch einen weiteren Formtest. Dagegen geht es für die Iren in der deutschen Gruppe D im Heimspiel gegen San Marino noch einmal um Punkte. Die Partie ist das letzte Spiel im altehrwürdigen Stadion an der Lansdowne Road in Dublin. Danach wird die Arena nach rund 80 Jahren abgerissen.

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