Bei Titelgewinn hohe Prämie für deutsche Kicker
DFB-Elf winkt höchste Prämie aller Zeiten

Die WM 2006 wird ein Turnier der Superlative. Daher winkt den Spielern der deutschen Nationalmannschaft für den Fall des Titelgewinns im eigenen Land die höchste Erfolgsprämie aller Zeiten.

Die Zeiten im Fußball haben sich geändert. Nicht nur das Spielgeschehen auf dem Platz, sondern auch die finanziellen Rahmenbedingungen drumherum. So winkt der deutschen Nationalmannschaft im Falle des Titelgewinnes auch die höchste Erfolgsprämie aller Zeiten. Während die Helden von Bern um Kapitän Fritz Walter für den Weltmeister-Titel 1954 - 2 500 Mark plus ein Fernsehgerät erhielten, stellt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für den WM-Sieg 300 000 Euro Prämie in Aussicht - pro Spieler versteht sich.

Es ist die höchste Prämie in der DFB-Historie, sie liegt sogar dreimal so hoch wie bei der WM 2002 in Südkorea und Japan. Damals hätte es für den Titelgewinn "nur" 92 000 Euro gegeben. Bereits im März 2005, 15 Monate vor dem Eröffnungsspiel, hatte sich der Spielerrat um Kapitän Michael Ballack mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder auf diese Rekordsumme geeinigt, um im Vorfeld der WM Ruhe zu haben.

Ballack: "Es wäre Glücksfall, wenn wir Weltmeister würden"

"Wir wissen, dass dies ein außergewöhnlicher Betrag ist. Es wäre ja aber auch ein absoluter Glücksfall, wenn wir im eigenen Land Weltmeister würden", meinte Ballack nach den Verhandlungen. Auch Bundestrainer Jürgen Klinsmann hält die Prämie für "absolut berechtigt. Die Nationalmannschaft ist der größte Geldgeber des DFB, da sollen alle Spieler ihren Teil abhaben."



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Klinsmann selbst soll angeblich bereits im Zuge seiner Vertragsverhandlungen im Sommer 2004 eine Million Euro für den WM-Titel ausgehandelt haben. Der DFB bestätigte nur, dass es bei einigen Trainern Sondervereinbarungen gebe. Ansonsten seien die Berechnungen für die WM-Prämien für 23 Spieler plus Trainer ausgelegt.

Erstmals keine Prämie für Einzug ins Achtelfinale

Erstmals gibt es für die DFB-Stars allerdings keine Prämie für das Erreichen des Achtelfinales, was auch Teammanager Oliver Bierhoff erfreut: "Die Mannschaft folgt voll unserer Zielsetzung, Weltmeister werden zu wollen." 50 000 Euro wurden für den Einzug ins Viertelfinale vereinbart, 100 000 Euro für das Halbfinale und 150 000 Euro für das Endspiel. Zum Vergleich: 1974 hatten Franz für den WM-Sieg 60 000 Mark plus ein Käfer Cabrio erhalten. 1990 waren 130 000 Mark ausgelobt. Darüber hinaus partizipieren die Spieler auch noch an den Werbeeinnahmen des Verbandes. Für das Jahr 2006 sollen 5,15 Mill. Euro nach Anzahl der Einsätze verteilt werden.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass der DFB aufgrund der hohen Prämien, aber auch sonstiger Ausgaben bei der WM für Hotels, Versicherungen, Abstellungsgebühren oder Personalkosten nach dem Turnier den Rotstift ansetzen müsse. Theo Zwanziger, Geschäftsführender DFB-Präsident, hatte solche Berichte "schlichtweg als Unsinn" bezeichnet. Selbst bei einem Titelgewinn käme der Verband nicht in eine "finanzielle Schieflage", soll heißen: Der DFB würde dann eine schwarze Null schreiben.

Zwanziger: "Das ist uns die WM wert"

Rund elf Mill. Euro kostet den Verband das Unternehmen WM. "Das ist uns die WM wert", meinte Zwanziger, und auch Bierhoff ist der festen Überzeugung, dass "besondere Ereignisse eben besondere Maßnahmen erfordern". In dieser Hinsicht fallen die 50 Euro Taschengeld, die die 23 deutschen Spieler pro Tag vom DFB erhalten, sicher auch nicht mehr ins Gewicht ...

© SID

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