Beim Confed-Cup proben die Unternehmen ihr Konzept für die WM 2006
Die Hauptsponsoren laufen sich warm

Der Rasen ist gemäht, die Linien sind gezogen: Wenn der Ball beim Confederations Cup in Deutschland endlich rollt, dann ist für die Nationalmannschaft die heiße Phase des Projektes Weltmeisterschaft 2006 eröffnet. Abseits des Rasens laufen sich die Akteure ebenfalls warm: Für die Sponsoren ist der Confed Cup der große Testlauf für das Projekt WM 2006.

DÜSSELDORF. 15 Weltunternehmen haben jeweils rund 40 Millionen Euro auf den Tisch gelegt, um 2006 als exklusiver Sponsor in Deutschland auftreten zu können. Den Confed Cup hat der Weltfußballverband praktisch obendrauf gelegt, eine gute Gelegenheit schon einmal im Kleinen auszuprobieren, was ein Jahr später die Massen begeistern soll. "Viele Unternehmen nutzen die Veranstaltung, um ihre Konzepte für die WM zu testen", sagt Stephan Schröder von der Kölner Beratungsagentur Sport und Markt.

So laufen bei den Sponsoren die Vorbereitungen auf Hochtouren: "Wir sehen den Confederations Cup als Generalprobe für die Weltmeisterschaft", sagt Alexander Lührs von der Continental AG. Die Hannoveraner haben 2003 den teuren WM-Vertrag unterschrieben, um sich von den Konkurrenten Bridgestone und Michelin abzusetzen, die sich als Reifenlieferanten für die Formel 1 jedes Wochenende nach Kräften profilieren. Conti will den Confed Cup vor allem dazu nutzen, um Geschäftskunden in Verbindung mit einem Stadionbesuch an sich zu binden: "Wir werden verschiedene Aktionen ausprobieren", sagt Lührs - Conti lässt sich wie viele andere Sponsoren nicht gerne in die Karten schauen.

Wie wichtig eine rechtzeitige Positionierung im Werbemarkt ist, zeigen die Erfahrungen der letzten WM 2002 in Japan und Südkorea. Allein in Deutschland haben 280 Markenartikler im Umfeld der WM geworben. Bei dieser Weltmeisterschaft, so schätzen die Experten von Sport und Markt, werden mindestens 350 Marken beworben, da können auch die Hauptsponsoren schnell untergehen. Sechs Milliarden Euro schätzt Sport und Markt werden weltweit in das Ereignis gesteckt - ein wahres Werbefeuerwerk erwartet die Branche in den kommenden Monaten. "Nur wer frühzeitig einsteigt, kann genug Aufmerksamkeit für sich gewinnen. Da bietet sich der Conferderation Cup natürlich an", sagt Marketingexperte Stephan Schröder. Vor allem bekannte Namen sollen ziehen: So hat sich der japanische Elektronikkonzern Toshiba den Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, gesichert, Trainer Jürgen Klinsmann wirbt für Mastercard. Die Nationalmannschaft insgesamt ist bei Mercedes-Benz unter Vertrag.

Doch ausgerechnet im Autoland Deutschland geben beim Confed Cup und bei der WM andere den Ton an. So hat Hyundai im Jahr 2000 die Rechte an der WM erworben. Damals wusste der Autokonzern freilich noch nicht, dass WM und Confed Cup in einem der wichtigsten Absatzmärkte der Welt stattfindet - ausgerechnet vor der Haustür von Volkswagen und Daimler-Chrysler. "Für uns ist die Weltmeisterschaft in Deutschland ein Glücksfall", sagt Sevilay Der, Kommunikationsdirektorin von Hyundai Deutschland.

Seite 1:

Die Hauptsponsoren laufen sich warm

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%