Benefizspiel
Flucht in die Karibik

Frankreich gegen Costa Rica. Auf Martinique. Neun Flugstunden von Paris entfernt, und trotzdem ein Heimspiel. Die französische Fußball-Nationalmannschaft spielt heute Abend auf der karibischen Insel ein Freundschaftskick gegen die Lateinamerikaner.

sid FORT DE FRANCE. Der Trip der „Equipe Tricolore“ hat vor dem Länderspiel gegen Deutschland am Samstag in Paris hohe Wellen geschlagen. Die französische Öffentlichkeit und vor allem die Liga, die Manager und die Trainer erfuhren von dem Spiel über die Internet-Seite des Verbandes von Costa Rica. Und so musste Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech auch um seine Spieler betteln, bei Bayern-Coach Felix Magath um die Freigabe für Sagnol, bei Fabio Capello, den Trainer von Juventus Turin um Trezeguet, Thuram und Vieira.

Frankreichs Meister und Tabellenführer Olympique Lyon muss gleich sechs Spieler abstellen. Trainer Gerard Houiller und Präsident Jean Michel Aulas wollten erst die Freigabe verweigern. Doch das Länderspiel wird als Benefiz-Spiel für die Angehörigen von 152 Inselbewohnern, die bei einem Flugzeugabsturz in Venezuela ums Leben kamen, verbrämt. Wer will sich da schon in eine moralische Ecke drängen lassen?

Thierry Henry von Arsenal London jedenfalls spielte diesen Trumpf gegenüber seinem Trainer Arsene Wenger aus: „Ich stamme von dort, und beim ersten Länderspiel der französischen Nationalmannschaft auf Martinique will ich dabei sein. Sie dürfen mir die Freigabe nicht verweigern.“

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