Berater in der Bundesliga: Keine Geschäfte mit Minderjährigen im Fußball

Berater in der Bundesliga
Keine Geschäfte mit Minderjährigen im Fußball

Die Fußballvereine der 1. und 2. Bundesliga zahlen pro Saison rund 100 Millionen Euro an die Berater ihrer Profis. Zumindest bei Jugendlichen ist der Einfluss der Vermittler nun eingeschränkt worden.
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FrankfurtSpielerberater im Profifußball dürfen in Zukunft kein Geld mehr für die Vermittlung minderjähriger Spieler erhalten. Allerdings müssen die Berater auch weiterhin nicht beim Deutschen Fußball-Bund registriert sein oder dem Verband ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) in einem monatelangen Rechtsstreit zwischen dem DFB und der großen Spielerberatungsagentur Rogon Sportmanagement. Das Urteil wurde bereits am Dienstag gefällt, aber erst am Donnerstag veröffentlicht.

Auslöser des Verfahrens war das neue „DFB-Reglement für Spielervermittlung”. Der deutsche Verband hatte es im April 2015 als Vorgabe des Weltverbandes FIFA übernommen. Rogon klagte daraufhin auch im Namen zahlreicher anderer Berater, weil die Branche darin einen unzulässigen Eingriff in die Dienstleistungsfreiheit sieht.

Das neue Reglement besteht im Kern aus sieben zentralen Punkten, vier davon wurden dem DFB durch ein Urteil des Landgerichts Frankfurt vom 29. April 2015 untersagt. Sowohl der Verband als auch Rogon gingen daraufhin in Berufung, das OLG als nächste und entscheidende Instanz änderte das Urteil am Dienstag aber nur geringfügig ab.

Entscheidender Unterschied ist die Bestätigung des Verbots, für die Vermittlung minderjähriger Spieler Geld zu kassieren. Der DFB hatte dieses Verbot in sein Reglement aufgenommen, das Landgericht Frankfurt hatte es zunächst wieder gekippt.

Mit diesem Verbot aber „verfolge der DFB grundsätzlich den legitimen Zweck des Minderjährigenschutzes”, urteilte das OLG nun. „Es solle verhindert werden, dass minderjährige Fußballspieler primär durch finanzielle Anreize Transfers abschießen und ohne gesicherte Perspektive aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden.”

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Einfluss der Vermittler wächst

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