Berlin nicht in Form: Heimpleite im Uefa-Cup für Hertha

Berlin nicht in Form
Heimpleite im Uefa-Cup für Hertha

Hertha BSC Berlin muss ernsthaft um den Einzug ins Achtelfinale des Uefa-Pokals bangen. Der Bundesligist unterlag im Hinspiel gegen den dreimaligen rumänischen Meister Rapid Bukarest 0:1 (0:0) und muss nach dem vierten Europapokalspiel ohne eigenes Tor in Serie in der kommenden Woche mit zwei Toren Unterschied im Bukarest gewinnen. Andernfalls gingen dem mit 35 Mill. Euro verschuldeten Hauptstadt-Klub wichtige Einnahmen durch die Lappen.

Nach nunmehr neun Pflichtspielen ohne Sieg musste sich Trainer Falko Götz Pfiffe der eigenen Fans gefallen lassen. Auch Manager Dieter Hoeneß wurde mit Kritik aus der Fankurve bedacht, nachdem Valentin Negru per Elfmeter in der 67. Minute das einzige Tor des Abends erzielt hatte. Nicht dabei im Rückspiel wird Kevin Boateng sein, der nach einem groben Foulspiel die Rote Karte (74.) sah.

Auch Alexander Madlung ist für das Rückspiel gesperrt, er sah kurz vor Schluss die Ampelkarte (84.). Gelb-gesperrt ist im Rückspiel zudem Yildiray Bastürk.

Die Hausherren begannen vor nur 13 430 Besuchern im Olympiastadion ohne die gesperrten Andreas Neuendorf und Marko Pantelic sowie die verletzten Josip Simunic, Oliver Schröder, Dick van Burik und Niko Kovac. Dafür kehrte der Brasilianer Gilberto nach überstandener Verletzung in Berlins Startelf zurück. Doch wie viele seiner namhaften Teamkollegen sorgte auch der Auswahlspieler der "Selecao" für wenig Erbauliches auf dem Rasen.

Die Gäste, die auf dem Weg in die dritte Runde unter anderem den niederländischen Erstligisten Feyenoord Rotterdam ausgeschaltet hatten, wirkten hingegen spritziger und gradliniger. Schon vor der Pause brachte Rapid das Tor der Berliner mehrfach in Gefahr, ließ aber den entschlossenen Abschluss vermissen. Doch immerhin erarbeitete sich Rapid überhaupt eine Torchance, während Hertha vor der Pause lediglich einen harmlosen Schussversuch des unauffälligen Marcelinho verzeichnete.

Erst nach der Pause wurden die Berliner, die zuvor sechsmal in Serie zu Hause remis gespielt hatten, etwas engagierter. Kapitän Arne Friedrich scheiterte nach 49 Minuten mit einem Kopfball an Bukarests Schlussmann Danut Coman. Doch damit war die Berliner Herrlichkeit fast schon wieder beendet. Bukarest wurde frecher und kam seinerseits zu großen Chancen. Dennoch bedurfte es eines Strafstoßes, um auf des Gegners Platz in Führung zu gehen. Alexander Madlung brachte Daniel Niculae im Strafraum unglücklich zu Fall und zwang Schiedsrichter Eduardo Gonzalez zum Elfmeterpfiff. Der kurz zuvor eingewechselte Valentin Negru verwandelte zum 0:1. Einen weiteren Rückschlag setzte es für die Götz-Elf, als der hitzköpfige Kevin Boateng rund eine Viertelstunde vor Schluss wegen groben Foulspiels vom Feld musste.

© SID

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