Berufungsprozess im Manipulationsskandal
Italiens Fußball-Vereine wollen es wissen

Die zweite Prozess-Runde im italienischen Fußball-Skandal ist eingeläutet: In Rom hat am Samstag das Berufungsverfahren vor dem Sportgericht begonnen.

HB ROM. Vor den im Luxushotel „Parco dei Principi“ versammelten Richtern erschienen erneut die Anwälte der vier beschuldigten Spitzenclubs Juventus Turin, AC Florenz, Lazio Rom und AC Mailand.

Die Vereine hoffen auf Milde: Doch vor allem für Rekordmeister „Juve“ gilt es als unsicher, ob der Zwangsabstieg in die Zweite Liga noch zu verhindern ist. Unterdessen droht weitere Unbill: Die Regierung in Rom legte ein neues Gesetz für die TV-Fußball-Übertragungsrechte vor - Spitzenclubs drohen drastische Mindereinnahmen.

Das Gericht steht unter enormem Zeitdruck: Schon Anfang nächster Woche wird ein Urteil erwartet. Spätestens am Dienstag muss der italienische Fußballverband (FIGC) der UEFA die Teilnehmer für die europäischen Wettbewerbe mitteilen. „Trotzdem garantieren wir ein gerechtes Urteil“, versprach der Vorsitzende Richter Piero Sandulli.

In der ersten Instanz hatte das Gericht entschieden, dass Juve, Florenz und Lazio wegen Spiel-Manipulationen in die Zweite Liga absteigen müssen. Zudem erhalten sie Strafpunkte. Der AC Mailand bleibt zwar in der Serie A, darf aber nicht an der Champions League teilnehmen. Beim größten Skandal in Italiens Fußball-Geschichte soll über Jahre in einem „mafiösen System“ die Zuteilung von Schiedsrichtern für Spitzenspiele beeinflusst worden sein.

Seite 1:

Italiens Fußball-Vereine wollen es wissen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%