Bestechungsskandal
WM-Aus für Schiedsrichter De Santis

Der Bestechungsskandal in Italien hat Star-Schiedsrichter Massimo De Santis um die WM-Teilnahme gebracht: Der nationale Fußball-Verband Figc hat den für die Endrunde nominierten Referee De Santis und seine beiden Assistenten Alessandro Griselli und Marco Ivaldi am Samstag zurückgezogen.

ROM. De Santis wird beschuldigt, Spiel-Absprachen mit Juventus Turins inzwischen zurückgetretenem Sportdirektor Luciano Moggi getroffen zu haben.

Der italienische Verband informierte den Weltverband Fifa und die Europäische Fußball-Union (Uefa), dass den drei Unparteiischen die Akkreditierungen entzogen worden seien. Die drei gehören einer Gruppe von insgesamt 24 Schiedsrichtern an, gegen die wegen Korruption im Rahmen des italienischen Fußballskandals ermittelt wird.

Fifa-Schiri Herbert Fandel (Kyllburg), der im Gegensatz zu Markus Merk (Otterbach) nicht für die WM nominiert wurde, dürfte dennoch keine Chance haben, anstelle von De Santis nominiert zu werden. Fandel steht nicht auf der Nachrückerliste der Fifa. Der Weltverband Fifa hat eine so genannte Förderungs-/Supportgruppe benannt, die erstmals für eine WM berufen wurde. Sie besteht aus fünf Schiedsrichtern und zehn Assistenten, die in Deutschland nur dann zum Einsatz kommen, sollten andere Kollegen zum Beispiel verletzungs- oder krankheitsbedingt ausfallen. Diese 15 Unparteiischen sind voll ins Schiedsrichterteam für die WM integriert, nehmen an sämtlichen Trainings und Sitzungen teil.

Die Schiedsrichtergespanne treffen am 26. Mai in Deutschland ein, das Hotel Kempinski Gravenbruch in Neu-Isenburg ist während des Turniers ihr Hauptquartier. Vor dem WM-Start haben sich sämtliche Unparteiische nochmals diversen Tests zu unterziehen.

© SID

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