Bettenbörsen zur WM
„Biete Couch, suche Brasilianer“

Unter dem Motto "Die Welt zu Gast bei Dir zu Hause" räumen immer mehr Privatleute ihre Gäste- oder Kinderzimmer. Wer gut zweieinhalb Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft immer noch keine Bleibe hat, kann über zahlreiche Bettenbörsen im Internet fündig werden.

HB BERLIN. Wer gut zweieinhalb Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft immer noch keine Bleibe hat, kann über zahlreiche Bettenbörsen im Internet fündig werden.

 Hier geht's zur Zimmerbörse von Handelsblatt.com

Dort werden den gut drei Millionen erwarteten Besuchern aus dem In- und Ausland nicht nur Unterkünfte mit Familienanschluss angeboten, sondern auch Schrebergartenhäuschen oder ganze Villen. Während "schwarze Schafe" unter den Anbietern noch aus dem letzten Quadratmeter ordentlich Kapital schlagen wollen, suchen die meisten den interkulturellen Kontakt mit den Fans.

Neben der Vermittlung von Handelsblatt.com finden sich rund 5000 Übernachtungsmöglichkeiten über das Portal der Fanorganisation "Ein Dach für Fans" ( www.edff.net), das von der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt wird. Die Initiative von vier Fußballfreunden aus Dortmund soll der Völkerverständigung dienen und helfen, Fremdenfeindlichkeit abzubauen. Ihre Internetseite kann auch auf Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch oder Polnisch abgerufen werden.

Über das Portal werden die Schlafplätze kostenlos vermittelt. Wie sich Mieter und Vermieter dann einigen, ist Privatsache. "Weg vom Kommerz der Spiele wollen wir nur die Fans zusammenbringen. Der Gast kann sich auch nur mit einer Kiste Bier oder Gegeneinladung revanchieren", betont Mitinitiator Marc Bialojahn. Viele Anfragen gebe es bereits aus Mexiko, England, Schweden, der Schweiz und den USA.

"Der direkte Kontakt zwischen Menschen zur Fußball-WM ist die beste Werbung für Deutschland", betont Alexandra Tippenhauer von der Bettenbörse  "host-a-fan" aus Hamburg. In der Datenbank stünden deutschlandweit rund 1200 private Vermieter. Für die Registrierung zahlen sie 9,90 Euro. Für die Übernachtung sollten sie von den Fans aber nicht mehr als 40 Euro verlangen, empfehlen die Betreiber des Portals. Schließlich laute das Motto: "Wohnen bei Freunden".

Mittlerweile gebe es mehr suchende Fans als Vermieter. "Die Resonanz ist riesig", sagt Tippenhauer. Vielfach würden schon jetzt Fotos ausgetauscht und erste freundschaftliche Bande per Mail geknüpft. Den meisten Anbietern komme es dabei nicht aufs Geld an. Sie suchten vielmehr den Kontakt zu ausländischen Fans oder wollten die Sprache lernen. Im Internet machen sie daher auch Angaben über Hobbys, Sprachkenntnisse oder ihre Lieblingsvereine.

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