„Bin nicht einmal der Beste“
Ronaldinho bescheiden

Der zweimalige "Weltfußballer" Ronaldinho amüsiert sich regelmäßig über seine enorme Popularität: "Es ist immer ein großer Spaß, erkannt zu werden. Die Reaktionen der Leute sind wirklich lustig".

dpa STUTTGART. In einem Interview mit dem neu erschienenen Hamburger Magazin "Player" plauderte der Spielmacher des FC Barcelona und der brasilianischen Nationalmannschaft aus dem Nähkästchen. "Manchmal sieht es so aus, als hätten sie plötzlich einen Schwächeanfall, oder sie scheinen zu denken: ,Entweder träume ich, oder ich bin betrunken.' Manche fangen einfach an zu schreien, wenn sie mich sehen."

Obwohl Ronaldinho als derzeit weltbester Fußballer gilt, hält er sich selbst nicht dafür. "Um Gottes Willen. Ich bin doch noch nicht einmal der Beste in Barcelona. Ich mache, was ich kann, und die anderen machen die Dinge, die ich nicht kann", sagte der 25-Jährige, der wegen seiner Bescheidenheit bei den Mitspielern sehr beliebt ist.

Ronaldinho warnt davor, die Titelverteidigung der "Seleção" bei der WM in Deutschland als selbstverständlich anzusehen und fürchtet etwas den Druck aus der Heimat. "Vor allem meine Landsleute sind sich sicher, dass wir nach 2002 wieder Weltmeister werden", sagte er. "Ich glaube dennoch nicht, dass es bei einer WM einen Favoriten gibt." Es wäre schwierig, ohne den WM-Pokal nach Brasilien zurückzukehren.



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"Die Leute zu Hause haben immer große Erwartungen an uns. Sie können es nicht ertragen, wenn wir schlecht spielen oder sogar verlieren", sagte Ronaldinho. Und: "Wenn wir spielen, haben wir immer ihre Träume und Hoffnungen auf den Schultern. Und wenn wir in Deutschland spielen, dann werden sie sehnsüchtig darauf warten, dass wir ihnen den Pokal mit nach Hause bringen."

Die Stimmung innerhalb des brasilianischen Teams, das im vergangenen Sommer in Deutschland den Confed Cup gewonnen hatte, bezeichnete der Superstar als "perfekt". Nicht alle Fußballer seien untereinander Freunde - "aber ich kann sagen: Wir schon".

Ronaldinho sprach in dem Interview auch über seinen unehelichen Sohn, der bei seiner Mutter, einer Tänzerin, in Brasilien lebt. "Ich bin sehr glücklich, Vater zu sein, aber das ist eine sehr persönliche Erfahrung. Ich hätte ihn gern hier bei mir, aber im Moment bin ich in einer sehr wichtigen Phase meiner Karriere als Fußballer."

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