BKA für alle Fälle gerüstet: Keine Hinweise auf Anschlagsplanung

BKA für alle Fälle gerüstet
Keine Hinweise auf Anschlagsplanung

Von der Trainingsleistung der deutschen Nationalmannschaft könnte auch die Sicherheit während der Fußball-Weltmeisterschaft abhängen. Zumindest wenn man den Worten von BKA-Chef Jörg Ziercke glaubt.

HB BERLIN. Auf die Frage nach möglichen Terroranschlägen während des Turniers vom 9. Juni bis 9. Juli sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke, es gebe derzeit keinerlei Hinweise auf Anschlagsplanungen. "Aber wir müssen natürlich abstrakt davon ausgehen, dass so etwas passieren könnte. Deshalb trainieren wir genauso hart wie die deutsche Nationalmannschaft", sagte der BKA-Chef. Dass gar ein Anschlag von Islamisten mit biologischen, chemischen oder atomaren Material droht, hält Ziercke für unwahrscheinlich. "Es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass so etwas auch nur im entferntesten beabsichtigt sein könnte."

Das Bundeskriminalamt stellt während der Fußball-Weltmeisterschaft jedem der 32 Teams einen speziell geschulten Verbindungsbeamten zur Seite. Dieser soll sich um Sicherheitsfragen kümmern. Zudem wird ein spezielles Lagezentrum laufend aktualisierte Gefährdungsprognosen für alle Mannschaften erstellen, wie der BKA-Präsident auf dem Europäischen Polizeikongress in Berlin berichtete.

Auch die Gefahr durch Randalierer hält Ziercke für beherrschbar. "Ich glaube, die Hooligans sind nicht so stark, dass wir sie nicht mit polizeilichen Mitteln im Zaum halten können. Ich gehe fest davon aus, dass wir friedliche Spiele haben werden."

Weiter berichtete der BKA-Präsident, dass in Deutschland aktuell 194 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf international organisierten Terrorismus geführt werden, davon 97 beim BKA. Langfristig Erfolg versprechend im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus sei aber nur eine bessere Integration der Muslime in die deutsche Gesellschaft, betonte er. Zudem müssten die 99,9 Prozent friedliebenden Ausländer in Deutschland für eine bessere Kooperation mit der Polizei gewonnen werden, meinte er. Dazu seien noch vertrauensbildende Maßnahmen notwendig.

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