Blackout gegen Kroatien
Frustrierter Schweinsteiger mit neuem Tiefpunkt

Bastian Schweinsteiger von Bayern München hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nachdem er im Spiel gegen Kroatien die Rote Karte gesehen hatte, zeigte er beim Weg in die Kabine dem vierten Offiziellen den Vogel. Den Bundestrainer ärgerte die Disziplinlosigkeit über alle Maßen.

Nach der Roten Karte zeigte er auch noch dem vierten Offiziellen einen Vogel: Bastian Schweinsteigers unrühmlicher Abschied passte ins Bild. Der Jungstar von Bayern München, beim Sommermärchen vor zwei Jahren noch als Held gefeiert, hat einen neuen Tiefpunkt erreicht.

"Er hat ihn nicht geschlagen, aber ganz klar zu Boden gestoßen", beschrieb Bundestrainer Joachim Löw die Szene in der Nachspielzeit bei der bitteren 1:2 (0:1)-Niederlage gegen Kroatien, die zur Roten Karte geführt hatte. Nachdem ihn sein Gegenspieler Jerko Leko in der Nähe der Eckfahne von hinten gefoult hatte, war Schweinsteiger wutentbrannt aufgesprungen und hatte ihn mit beiden Armen weggeschubst.

Löw ärgert die Disziplinlosigkeit

Der belgische Schiedsrichter Frank De Bleeckere zückte Rot. "Es gibt Regeln, das war ganz klar eine Rote Karte", meinte der ehemalige Fifa-Referee Urs Meier im ZDF, "so darf Schweinsteiger niemals reagieren."

Über die Disziplinlosigkeit seines Jungstars war Löw sauer. "Wir hatten vor dem Spiel noch gesagt, dass wir uns nicht provozieren lassen wollten", sagte der Bundestrainer, der den 23-Jährigen erneut zunächst auf der Bank hatte schmoren lassen.

Erst in der 65. Minute, nachdem er zunächst David Odonkor eingewechselt hatte, schickte der Bundestrainer "Schweini" endlich aufs Feld. Da stand es bereits 0:2, und auch der Teenie-Schwarm konnte der schwachen deutschen Mannschaft kaum neuen Impulse mehr geben. Einzig eine gute Szene stand zu Buche, als er aus spitzem Winkel das Tor verfehlte (73.).

"Schweini" tritt ins Wörns Fußstapfen

Im Vorrunden-Finale am kommenden Montag (20.45 Uhr) in Wien gegen Gastgeber Österreich fehlt Schweinsteiger auf jeden Fall. Möglicherweise muss er sogar mit einer längeren Sperre rechnen, weil er sich beim Sprint in die Kabine noch an die Stirn tippte, als er am vierten Offiziellen Franzosen Stephane Lannoy vorbeilief.

Die erste Rote Karte bei einem großen Turnier seit dem Platzverweis gegen Christian Wörns im WM-Viertelfinale 1998 (0:3 gegen Kroatien) fügt sich nahtlos an den Negativtrend des Münchners in den vergangenen Monaten an. Während sein alter Kumpel Lukas Podolski gesetzt ist, musste sich "Schweini" bei der EM mit der Reservistenrolle zufrieden geben.

© SID

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