Blau-Weiß jetzt gegen Palermo
Schalke zieht souverän ins Achtelfinale ein

Kevin Kuranyi hat Bundesligist Schalke 04 ins Achtelfinale des Uefa-Cups verholfen und damit die richtige Antwort auf den Denkzettel von Bundestrainer Jürgen Klinsmann gegeben. Nur wenige Stunden nach seiner ausgebliebenen Nominierung für das Länderspiel am Mittwoch in Italien war der 23-Jährige beim ungefährdeten 3:0 (0:0)-Erfolg des deutschen Vizemeisters im Zwischenrunden-Rückspiel bei Espanyol Barcelona der Matchwinner.

Kuranyi köpfte Schalke mit seinem Tor in der 53. Minute auf die Siegesstraße und bereite in der 70. Minute das entscheidende 2:0 des vier Minuten zuvor eingewechselten Ebbe Sand mustergültig vor. Sand ist nach seinem insgesamt zehnten Tor der erfolgreichste Schalker Europacup-Schütze aller Zeiten auf. Lincoln sorgte für den Endstand (73.).

In der starken zweiten Halbzeit beseitigten die Königsblauen letzte Zweifel am Achtelfinal-Einzug, nachdem sie bereits das Hinspiel mit 2:1 gewonnen hatten. Im Achtelfinale am 9. sowie 15. oder 16. März trifft die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka, der auch in seinem siebten Pflichtspiel als Schalke-Coach ungeschlagen blieb, auf den italienischen Serie-A-Klub US Palermo, der sich gegen Slavia Prag durchsetzte (1:0, 1:2). Für die mit 113 Mill. Euro Verbindlichkeiten belasteten Schalker bedeutet der Einzug in die Runde der besten 16 nach dem bitteren "Abstieg" aus der Champions League Zusatzeinnahmen in Höhe von rund zwei Mill. Euro.

Die erste Aufsehen erregende Szene im Olympiastadion von 1992 ereignete sich leider auf der Tribüne. Im Gästeblock kam es zu Ausschreitungen zwischen den rund 3 000 Schalker Fans und den Espanyol-Anhänger, die nur durch einen Werbebanner voneinander getrennt waren.

Auf dem Feld standen die Schalker vor insgesamt 18 100 Zuschauern mit dem Sieg aus dem Hinspiel im Rücken zunächst sehr kompakt. Den Spanier fiel wenig ein. Sie suchten stets ihren Spielmacher Ivan de la Pena, der bei der 0:4-Niederlage am Samstag beim FC Villarreal schmerzlich vermisst wurde und an allen halbwegs gefährlichen Situationen beteiligt war.

Schalke wurde nach etwa 20 Minuten aktiver und spielte nun selbst mehr nach vorne. So kamen die Gäste nach 31 Minuten auch zur ersten guten Gelegenheit im gesamten Spiel, als Kuranyi Fabian Ernst einsetze, der jedoch im letzten Moment entscheidend gestört wurde.

Schalkes Teammanager Andreas Müller war zur Pause enttäuscht. "Das ist zu wenig. Ich bin überhaupt nicht zufrieden", schimpfte Müller: "Das ist ein ganz gefährliches Ergebnis." Nachdem Frank Rost zwei Minuten nach der Pause einen Freistoß von de la Pena fallen ließ und den anschließenden Kopfball von Didier Domi parierte, nutzte Kuranyi eine Flanke von Rafinha. Danach wurden die Gäste immer stärker, Espanyol brach dagegen mit zunehmender Spieldauer immer mehr ein.

© SID

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