Fußball
"Blues" gehen als Titelfavorit in die neue Saison

Vor dem heutigen Saisonstart besteht in der englischen Premier League am erneuten Titelgewinn des FC Chelsea kaum ein Zweifel. "Die sind klarer Favorit", meint etwa Dietmar Hamann vom FC Liverpool.

Die englische Premier League startet heute (ab 13.40 Uhr/live bei Premiere) in die neue Saison. Schon bevor der Ball zum ersten Mal rollt, steht der zukünftige Meister nach Meinung vieler Experten fest. An einem erneuten Titelgewinn des FC Chelsea zweifelt selbst die Konkurrenz aus Manchester und London nicht. "Es wird schwer, die sind klarer Favorit", meint etwa der deutsche Nationalspieler Dietmar Hamann, der beim FC Liverpool in seine achte Saison in England geht.

"In der Lage, jedes Spiel zu gewinnen"

Dazu passen die Aussagen von Chelsea-Teammanager Jose Mourinho. "Meine Spieler sind in der Lage, jedes Spiel zu gewinnen. Wir haben mit den besten Kader Europas. Genauer gesagt, weiß ich gar nicht, wer die Nummer zwei sein soll", sagt der Portugiese.

Für die Konkurrenz hat Mourinho indes nur Spott übrig. "Die reden montags, dienstags, mittwochs, donnerstags immer nur über uns und sagen doch nie etwas, was uns Angst machen könnte. Das ist ein Hinweis auf Schwäche".

"Blues" investierten 45 Mill. Euro

Chelseas ohnehin schon erstklassig besetztes Team wurde vor der Saison noch weiter verstärkt. Für zusammen 45 Mill. Euro kamen Shaun Wright-Phillips (Manchester City), Asier del Horno (Athletic Bilbao) und Lassana Diarra (Le Havre) zu den "Blues". Damit investierte Chelsea den Löwenanteil der in der Premier League für neue Spieler ausgegebenen über 220 Mill. Euro. Zum Vergleich: die deutschen Bundesliga-Klubs investierten nur 70 Mill. Euro

In FA-Cup-Sieger Arsenal London mit dem deutschen Nationaltorwart Jens Lehmann hat Chelsea schon vor einer Woche im "Community Cup" genannten Supercup das erste "Opfer" gefunden. Chelsea gewann ohne den deutschen Nationalspieler Robert Huth mit 2:1.

"Wir werden von Tag zu Tag besser"

Arsenal leidet vor allem unter dem Verlust von Kapitän Patrick Vieira (Juventus Turin), auch wenn Teammanager Arsene Wenger glaubt, "dass wir auch den Vieira-Schock überwinden werden. Viele haben uns schon abgeschrieben. Aber wir werden von Tag zu Tag besser".

Doch die Last des 500 Mill. Euro teuren Stadion-Neubaus ließ keine allzu großen Sprünge auf dem Transfermarkt zu. Einzig namhafter Neuzugang bei den "Gunners" ist der Weißrusse Alexander Hleb, der vom VfB Stuttgart zu Arsenal wechselte.

Auch Manchester United steht wohl vor einer schwierigen Saison. Nach der "feindlichen"Übernahme durch den US-amerikanischen Milliardär Malcolm Glazer muss sich "Manu" mit immer neuen Fan-Protesten beschäftigen. Außerdem wurde der ehemals reichste Verein der Welt durch Glazers Coup zum Schuldner. Die Bilanz weist nun über 370 Mill. Euro Minus aus.

Van Nistelrooy sieht "Manu" auf Augenhöhe

Deswegen hielt sich Manchester auch auf dem Transfermarkt zurück. Nach der Verpflichtung von Wayne Rooney im Vorjahr heißen die Neuen nun Edwin an der Sar, Ji-Sung Park und Ben Foster. Dennoch ist Stürmer Ruud van Nistelrooy optimistisch. "Wir sind bereit. Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, ist unser Kader durchaus auf Augenhöhe", meint der Torjäger.

Auch Teammanager Rafael Benitez von Champions-League-Sieger FC Liverpool macht sich Hoffnungen auf einen Titelgewinn in der englischen Liga. "Ich glaube, dass wir nicht allzu weit hinterherhinken werden. Das Titelrennen kann offener werden, als es in der Vergangenheit der Fall war".

Fulham und Aufsteiger bangen

Mit bescheideneren Zielen startet der FC Fulham in die neue Spielzeit. Der Verein des Deutschen Moritz Voltz gilt neben den drei Aufsteigern FC Sunderland, Wigan Athletic und West Ham United als ein heißer Abstiegskandidat.

© SID

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