Fußball
Bochums Super-Sturm will sich Cottbus vorknöpfen

Das Montagsspiel der 2. Bundesliga steigt heute (20.15 Uhr/ live im DSF) in Bochum, wo der VfL den FC Energie Cottbus empfängt. Beide Teams gewannen ihre Auftaktspiele, die Gastgeber sind jedoch klar favorisiert.

Der zweite Spieltag der 2. Bundesliga wird durch das Match zwischen Erstliga-Absteiger VfL Bochum und Energie Cottbus am heutigen Montag (20.15 Uhr/ live im DSF) abgerundet. Beide Teams starteten mit Siegen in die Saison, wobei besonders die Bochumer beim 4:0-Auswärtserfolg in Saarbrücken zu überzeugen wussten.

Gegen Cottbus sollen seine Jungs sogar noch eine Schippe drauflegen, so die Forderung von VfL-Coach Marcel Koller: "Wir wollen am Montag Vollgas geben und nicht eine Halbzeit verschenken, wie wir es noch in Saarbrücken gemacht haben." Dazu soll auch wieder der Brasilianer Edu beitragen, der die Umschulung zur Offensivkraft in den letzten Monaten bravourös meisterte. Im Saarland trug sich der Wirbelwind ebenso wie Mannschaftskollege Zvjezdan Misimovic gleich zweimal in die Torschützenliste ein. Für Ex-Regisseur Dariusz Wosz dürfte wegen der geballten Offensiv-Power der Westdeutschen wohl wieder nur ein Platz auf der Bank übrig sein.

Noch sind alle Personalien beim VfL aber nicht gänzlich abgehandelt. Ersatztorwart Christian Vander wurde für ein Jahr an Bundesligist Werder Bremen ausgeliehen, A-Jugend-Spieler Lucas Oppermann mit seinem ersten Profi-Vertrag ausgestattet. Das 18 Jahre alte Mittelfeldtalent band sich durch seine Unterschrift für zwei Jahre an den Verein. Unterdessen müssen die Bochumer den langfristigen Ausfall von Rechtsverteidiger Sören Colding verkraften. Der dänische Routinier zog sich einen Mittelfußbruch zu, wurde bereits operiert und fällt nun für voraussichtlich drei Monate aus. Seines Stammplatzes dürfte sich Neuzugang China daher umso sicherer sein, den Trainer Koller allerdings nicht auf der Colding-Position sieht: "Auf dieser Position ist China verschenkt. Wir brauchen seine Offensivpower."

Viele Fragezeichen bei Energie

Die Gäste aus der Lausitz aber, die sich an Spieltag eins zu einem 2:1-Erfolg über Aufsteiger Eintracht Braunschweig quälten, fahren laut Teammanager Petrik Sander "mit Selbstbewusstsein nach Bochum". Dabei plagen den Coach größere Personalprobleme als sein Bochumer Pendant. Abwehrchef Gregg Berhalter ist mit dem Nationalteam der USA unterwegs und fällt aus. Die Stürmer Lawrence Aidoo und Markus Dworrak sind angeschlagen, Einsatz fraglich. Zudem befindet sich "Leitwolf" Steffen Baumgart nach seinem Mittelfußbruch weiterhin im Reha-Training.

Über allem schwebt aber die Casa Mokhtari: Der deutsch-marokkanische Techniker steht mit seinem Klub auf Kriegsfuß, möchte die Fußballstiefel nie wieder für den FC Energie schnüren und zum 1. FC Köln wechseln. Ob Mokhtari gegen Bochum den Rasen betritt, darf stark angezweifelt werden. Auflaufen wird dagegen Angreifer Francis Kioyo. Der Neuzugang sorgte mit seinem Treffer in der 89. Minute für den Sieg gegen Braunschweig und soll auch in Bochum die Cottbuser Kohlen aus dem Feuer holen.

© SID

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