Borussia Dortmund - Bayern München
Bayern-Bollwerk mauert sich zum Sieg

Die Bayern können auch kämpfen: Dank einer taktischen Meisterleistung gewann der Rekordmeister 1:0 bei Borussia Dortmund. Es war dennoch ein Spiel, das Pep Guardiola so gar nicht ähnlich sieht. Der BvB verzweifelt indes.
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Dortmund„Der April entscheidet alles“, sagte Münchens Trainer Pep Guardiola vor der Partie und ließ auch die Verletzungsmisere nur bedingt als Ausrede für schwache Ergebnisse wie das 0:2 gegen Mönchengladbach am vergangenen Spieltag gelten. Und seine Spieler hatten verstanden, dass es nun auch um Kampf und Konzentration geht.

Die Aufstellung der Bayern wirkte dementsprechend so defensiv wie noch nie in dieser Spielzeit. Allerdings fiel diese Entscheidung wohl auch aus der Not heraus: Mit Frank Ribery, David Alaba und Arjen Robben fehlten verletzungsbedingt drei wichtige Kräfte. Auch Holger Badstuber musste zugunsten von Benatia passen, der mit Dante (links) und Boateng (Mitte) die Dreierkette der Münchener bildete.

Pep Guardiola ließ auch den Ex-Borussen Mario Götze zunächst auf der Bank. Stattdessen stand im Zentrum ein kompaktes Zentrum aus Bastian Schweinsteiger, Xabi Alonso und Philipp Lahm, der trotz mangelnder Spielpraxis seine Rückkehr in die Startelf feierte und in der Offensive häufig rechtsaußen aktiv war. Teamkollege Thomas Müller unterstütze indes Stürmer Robert Lewandowski bei dessen Rückkehr an alte Wirkungsstätte.

Die Gastgeber mussten unter anderen auf Nuri Shahin verzichten. Doch auch Henrikh Mkhitaryan sowie Shinji Kagawa saßen zunächst nur auf der Bank. Dafür ergänzte „Kuba“ Blaszczykowski die Offensive rund um Marco Reus, Kevin Kampl und Pierre-Emerick Aubameyang. Sokratis vertrat den verletzten Lukas Piszczek in der Viererkette rechts, Schmelzer den ebenfalls verletzten Kirch links.

Von den 31 Punkten Vorsprung, die Bayern auf den BvB in der Tabelle hatte, war in den ersten Minuten wenig zu spüren. Allein schon, weil die Gäste mit dieser Formation nie nur ansatzweise unter ähnlichem Wettkampfdruck gespielt hatten.

Entsprechend freuten sich die allermeisten der 80.700 Zuschauer, dass der BvB früh störte. Dennoch hatten die Gäste in der achten Minute die erste Chance, als Müller frei vor Dortmunds Keeper Roman Weidenmüller auftauchte, den Ball aber nicht im Kasten unterbringen konnte.

Im Laufe der ersten Minuten gewöhnten sich die Münchener besser an die neue Aufstellung. Schiedsrichter Knut Kircher hatte eine knifflige Entscheidungen zu treffen und stoppte einige gefährliche Angriffe der Bayern mit Abseits- oder Foul-Pfiffen. Die BvB-Abwehr wirkte bei all dem nicht immer sattelfest.

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