Borussia Dortmund
„Dieser Club ist unzerstörbar“

Die Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund bestätigte den sportlichen und wirtschaftlichen Aufwärtstrend, den der Club seit Monaten vollzieht. Obwohl die finanziellen Notwendigkeiten den traditionellen Werten entgegenstehen - siehe Stadionumbenennung - zeigten sich die Fans gutmütig. Sie wählten Albrecht Knauf zum neuen Vizepräsidenten und Rainhold Lunow zum neuen Schatzmeister. Viel wichtiger aber war, dass sie eine positive Stimmung verbreiteten. Ganz anders als der Hauptversammlung vor einem Jahr.

HB DORTMUND. Wetter und Wirtschaftslage sind genauso wie bei der Mitgliederhauptversammlung 2004, nämlich mies. Doch diesmal lassen sich die BvB-Mitglieder nicht vom nasskalten Regenwetter anstecken und verbreiten schon vor der Versammlung gute Laune. Die knapp tausend Anhänger diskutieren vor der Veranstaltung eher über den Aufreger des Wochenendes, die mögliche Verpflichtung von Torjäger „Toni“ Ailton, als über wirtschaftliche Probleme. Ein Jahr zuvor brodelten die Mitglieder vor Wut.

Vielleicht trägt auch die Örtlichkeit zur entspannten Stimmung bei: Vor einem Jahr war der BvB auf die große Westfalenhalle ausgewichen, um vor allem dem Medienandrang gerecht zu werden. Diesmal treffen sich die Mitglieder wie gewohnt in der gemütlichen Halle 2 statt im großen Rund der Halle 1. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke begrüßt die 27 Pressevertreter, die sich zu der Veranstaltung verlaufen haben, persönlich. Man mag sich an diesem Morgen.

Zu Beginn der Versammlung verbindet BvB-Präsident Reinhard Rauball, vor einem Jahr erst wieder gewählt, seinen Hinweis auf die übliche Erbsensuppe nach der Veranstaltung mit der Hoffnung auf möglichst wenig Kritikerreden: „Ich hatte es als eine Art Mittagessen verstanden. Ich hoffe nicht, dass es ein Abendessen wird.“ Damals gingen zahlreiche Mitglieder seinen Vorgänger Gerd Niebaum wegen der Finanzmisere hart an, bevor dieser unter Tränen sein Amt zur Verfügung stellte. Heute blickt Rauball auf „das emotionalste Jahr der Vereinsgeschichte“ zurück. Seine positive Sicht der Dinge wird von den Mitgliedern geteilt.

Hans-Joachim Watzke hat den unangenehmsten Job des Vormittages: Er muss den Mitgliedern die verheerenden Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres erklären. Zum ersten Mal seitdem der BvB an der Börse ist, wird diesmal deutlich, dass Verein und KGaA von verschiedenen Personen geführt werden. Die Zahlen, die Watzke präsentiert, sind kaum besser als die seiner Vorgänger Gerd Niebaum und Michael Meier. Seine Glaubwürdigkeit ist aber weitaus höher, seine Worte einfacher zu verstehen, seine Erscheinung um Welten sympathischer. Seine Art, die schlechten Zahlen ehrlich, emotional und doch mit einem positiven Grundgefühl zu präsentieren, kommt an. Er kombiniert populistische Aussprüche wie „Dieser Club ist unzerstörbar“ mit klaren Aussagen für den wirtschaftlichen Bereich. So sagt Watzke, dass der BvB innerhalb der nächsten fünf Jahre international spielen müsse, damit die der Club endgültig gesundet.

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