Borussia Dortmund
Steinbrück und Merz kandidieren für Aufsichtsrat

SPD-Spitzenpolitiker Peer Steinbrück hat sein Herz für Borussia Dortmund (BVB) entdeckt. Der 63-jährige ehemalige Bundesfinanzminister werde für den Aufsichtsrat des börsennotierten Bundesligisten im November kandidieren, kündigte der Traditionsclub am Freitag an. Mit ihm könnte auch CDU-Finanzexperte Friedrich Merz ins Kontrollgremium aufrücken.

HB DORTMUND. Auch der einstige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werde für die Wahlen bei der Aktionärsversammlung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA am 30. November vorgeschlagen, hieß es weiter. Im Falle seiner Wahl würde der 55-Jährige Merz vom Beirat der Geschäftsführungs-GmbH des BVB in den Aufsichtsrat wechseln.

"Ich freue mich sehr über die Bereitschaft von Peer Steinbrück und Friedrich Merz, für den Aufsichtsrat zu kandidieren", sagte Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung, "weil sie zu den profiliertesten Finanzexperten Deutschlands gehören und für den BVB einen großen Zugewinn an Kompetenz bedeuten."

Steinbrück: "Der BVB ist ein Verein mit großer Geschichte"

Steinbrück erklärte, dass "der BVB ein Verein mit großer, bewegter Geschichte und mit vielen sportlichen Erfolgen" sei. Für seine Mitglieder, für die vielen Fans in der ganzen Republik sei der BVB Kult, sei Borussia Dortmund ein Lebensgefühl und eine Herzenssache. "Und da hat der BVB eine kaum für möglich gehaltene Entwicklung geschafft. Der Verein stand am Abgrund, das Überleben hing am seidenen Faden. In nur wenigen Jahren ist es gelungen, den Verein neu aufzustellen, wirtschaftlich zu sanieren und Schulden abzubauen", sagte der 63-Jährige.

Zugleich habe man bei der Borussia eine neue sportliche Philosophie mit einer jungen Mannschaft umgesetzt, die eine wahre Begeisterung mit ihren Auftritten auslöse. "Tore schießen müssen die Jungs von Jürgen Klopp schon selbst, aber ich möchte gern daran mitwirken, dass sich die Perspektiven beim BVB weiter positiv entwickeln", sagte Steinbrück.

Deutschlands einziger börsennotierter Fußballclub hatte in der vergangenen Saison erneut rote Zahlen geschrieben. In der laufenden Saison winken dem derzeitigen Tabellenzweiten allerdings Millionen-Einnahmen aus TV-Rechten durch den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. An der Börse hatte das in den vergangenen Wochen für Euphorie gesorgt. Seit Ende der vergangenen Saison legten die Titel beinahe 40 Prozent an Wert zu. Einen Dämpfer mussten sie allerdings am Freitag hinnehmen. Nach der 0:1-Niederlage gegen Sevilla am Vorabend büßten die Aktien knapp neun Prozent ein.

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