Borussia Mönchengladbach
„Wir waren mausetot“

Borussia Mönchengladbach spielt nicht nur in der Champions League, sondern holt auch wirtschaftlich auf. Millionen fließen in Immobilien - finanziert aus eigener Kraft.
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DüsseldorfBorussia Mönchengladbach schafft sich ein beachtliches Immobilienvermögen. Der Stadion-Komplex wird im nächsten Jahr weiter ausgebaut, auch der aktuelle Geldstrom aus der Champions League trägt dazu bei. In einigen Jahren sollen die Erträge aus Hotel, Reha-Zentrum und Fanpark sogar Geld für neue Spieler bringen.

Der Verein schreibt damit eine Erfolgsstory fort, die ihren Ursprung im Jahre 1999 hat. "Eine andere Vereinspolitik hat Ende der neunziger Jahre dazu geführt, dass wir mausetot waren", sagte Geschäftsführer Stephan Schippers in einem Handelsblatt-Interview, das am Montag (17. August) erschienen ist. „Die Mannschaft war abgestiegen, der Verein hatte kein Konzept und war überschuldet.“ Überdies war das Stadion am Bökelberg marode.

1999 setzte der Verein 18 Millionen Euro um. Welch gewaltiger Aufschwung sich inzwischen vollzogen hat, zeigt allein schon der Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2014: Da lag der Umsatz bei 130 Millionen Euro. In diesem Jahr dürften es mehr als 140 Millionen Euro werden – auch dank der Champions League, in der der Verein erstmals spielt.

„Wir werden einen sehr guten Umsatz und ein sehr gutes Ergebnis vorlegen und uns im Vergleich zu 2014 wahrscheinlich steigern“, schätzt Schippers. Das heißt: Nach Steuern könnten auch mehr als 12,75 Millionen Euro Gewinn drin sein. Indikator dafür: In der Saison 2014/15 lief es wirtschaftlich bereits bestens.

Der Umsatz lag 2014/15 bei 143 Millionen Euro, wovon rund 23 Millionen Euro auf Transfers entfallen, sagte Schippers dem Handelsblatt. Obwohl es erst August ist, kann der Geschäftsführer optimistisch sein. Denn er plant konservativ. Die zweite Runde im DFB-Pokal ist genauso wenig eingerechnet wie weitere Einnahmen bei Siegen in der Champions League.

Schulden sind im Verein längst kein Thema mehr. Es wurden zwar gut 110 Millionen Euro in das Stadion und Trainingsplätze investiert. Und es bestehen noch immer rund 54 Millionen Verbindlichkeiten daraus. Aus dem Spielbetrieb heraus hat der Verein allerdings „keinen Euro Schulden“, sagte Schippers. „Und wir schreiben seit 2002 schwarze Zahlen – von einem Jahr mal abgesehen.

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