Brasilien hat Nichts zu verschenken
Alles andere als ein Freundschaftsspiel

Es ist alles andere als ein Freundschaftspiel. Bisher trafen die beiden Mannschaften 39 Mal aufeinander. In der offiziellen Statistik führen die Argentinier mit sechs Siegen.

HB FRANKFURT. Mit dem Gewinn des Confederations Cups will Ronaldinho seine traumhafte Saison krönen und sich beim ungeliebten Erzrivalen aus Argentinien für die Blamage in der WM-Qualifikation revanchieren. "Ich möchte dieses Fußballjahr perfekt zu Ende bringen. Mit Barcelona Meister, zum Weltfußballer gewählt und jetzt auch noch Kapitän der Seleção. Das ist einfach wunderbar", sagte der Superstar von Weltmeister Brasilien vor dem Endspiel der Mini-WM am Mittwoch in Frankfurt, zu dem sich als Ehrengast auch Pelé angesagt hat.

Drei Jahre nach dem WM-Triumph in Japan steht der 25-Jährige Ronaldinho kurz vor einem neuen Höhepunkt seiner Karriere. "Ich erlebe gerade eine tolle Zeit und fühle mich als die glücklichste Person der Welt." Beim öffentlichen Training der Brasilianer in Frankfurt rissen die weiblichen Fans beinahe die Absperrgitter nieder. Ronaldinho lächelte ein bisschen verlegen und winkte den kreischenden Teenies immer wieder zu.

Nachdem Kapitän Cafú und sein Stellvertreter Roberto Carlos bei der Mini-WM fehlen und auch Ronaldo die Sommerfrische vorzog, preschte Ronaldinho in der internen Hierarchie ganz nach vorne. Im Endspiel gegen Argentinien soll er zum dritten Mal die Kapitänsbinde tragen. "Die anderen Spieler bewundern ihn. Er geht mit gutem Beispiel voran, zeigt auch außerhalb des Platzes ein vorbildliches Verhalten und ist einer der besten und bekanntesten Spieler der Welt", begründete Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira seine Wahl.

Drei Wochen nach der 1:3-Niederlage gegen die Argentinier in der WM-Qualifikation in Buenos Aires geht es für Brasiliens Stürmerstar Adriano, der die deutsche Mannschaft im Halbfinale praktisch im Alleingang besiegte, auch um die Krone des Torjägers: Noch liegt das Kraftpaket von Inter Mailand mit drei Treffern hinter Luciano Figueroa und dem bereits abgereisten Australier John Aloisi (jeweils 4). Juan Riquelme, das Mittelfeld-As der "Gauchos", liegt allerdings gleichauf mit Adriano. Mit dem haben die Argentinier noch eine Rechnung offen: Im Endspiel der Copá America im vergangenen Jahr erzielte er in der letzten Sekunde der regulären Spielzeit den Ausgleich zum 2:2, ehe sich Brasilien im Elfmeterschießen durchsetzte.

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