Fußball
Bremen dreht das Spitzenspiel in Berlin

Am achten Spieltag hat Hertha BSC Berlin gegen Werder Bremen einen Sieg in der Schlussphase verspielt. Pal Dardai erzielte den Führungstreffer, doch Tim Borowski und Nelson Valdez stellten den 2:1 (0:0)-Sieg sicher.

Werder Bremen bleibt nach einer tollen Aufholjagd auf Tuchfühlung zu Spitzenreiter Bayern München. Die Hanseaten wandelten im Verfolgerduell der Bundesliga bei Hertha BSC Berlin in den letzten fünf Minuten einen 0:1-Rückstand in einen 2:1 (0:0)-Sieg und liegen damit weiter zwei Zähler hinter dem deutschen Meister. Tim Borowski (85.) und Nelson Valdez (89.) sorgten mit ihren Treffern zugleich für die erste Heimniederlage der Hertha seit dem 26. Oktober 2004. Die Berliner, die weiter an Boden zu den Bayern verloren, waren durch Pal Dardai (47.) in Führung gegangen.

Vor 60 000 Zuschauern bewiesen die Bremer in der ersten Halbzeit die reifere Spielanlage und ließen den Ball geschickt in den eigenen Reihen laufen. Daraus resultierten gleich drei große Chancen. Erst verpasste Nationalspieler Tim Borowski (17./19.) zweimal aus der Distanz, dann fand Valdez, der den grippekranken Miroslav Klose ersetzte, seinen Meister in Keeper Christian Fiedler (27.).

Die Gastgeber überraschten im Vergleich zu den letzten Heimspielen mit einer defensiven Taktik. Für Ellery Cairo beorderte Trainer Falko Götz in Dardai einen zweiten Defensivspieler ins Mittelfeld. Der Schwerpunkt des Hertha-Spiels wurde so nach hinten verlegt, nur Marcelinho per Kopfball und Gilberto (20.) mit einem Schuss aus dem Hinterhalt, tauchten gefährlich vor Andreas Reinkes Tor auf.

Etwas überraschend fiel dann die Führung der Gastgeber. Nach einem Patzer von Bremens Torsten Frings schaltete Yildiray Bastürk am schnellsten. Die Flanke des Türken erreichte den bis dahin unauffälligen Marko Pantelic, dessen Schuss an den Pfosten ging. Im Nachschuss beförderte Dardai den Ball über die Linie.

Auch im Anschluss blieben die Berliner tonangebend. Erst scheiterte Marcelinho mit einem Kopfball (58.), dann forderten die Fans lautstark einen Elfmeter, nachdem Bastürk infolge eines Zusammenpralls mit Reinke zu Boden gegangen war. Schiedsrichter Lutz Wagner (Hofheim) entschied jedoch nicht auf Strafstoß.

Zur Schlussoffensive verstärkte Herthas Trainer Götz noch einmal die Defensive und schickte Gilberto in die Abwehrkette und stellte Kapitän Arne Friedrich zudem in die zentrale Abwehrposition. Werder wehrte sich gegen die drohende Niederlage. Erst scheiterte Valdez erneut gegen Torwart Fiedler (67.), dann sorgte Nationalspieler Borowski in der 85. Minute mit einem Gewaltschuss von der Strafraumlinie für das 1:1.

© SID

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