Fußball
Bremen fügt Völler erste Pleite zu

In seinem sechsten Spiel als Trainer von Bayer Leverkusen hat Rudi Völler die erste Niederlage hinnehmen müssen. Bei Werder Bremen verlor die Werkself mit 1:2. Ivan Klasnic markierte den Siegtreffer für Werder.

Nur mit einer guten Portion Glück hat Werder Bremen drei Tage vor dem ersten Auswärtsspiel in der Champions League in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der sechste Saisontreffer des Kroaten Ivan Klasnic in der 77. Minute besiegelte einen schmeichelhaften 2:1 (0:0)-Sieg gegen Bayer Leverkusen. Trotz des knappen Erfolges offenbarten sich bei den Hanseaten über lange Zeit unübersehbare Schwächen, speziell im Mittelfeld. Bayer verlor nach zwei Siegen erstmals unter Interims-Teamchef Rudi Völler.

Vor 37 265 Zuschauern im Weserstadion waren die Platzherren durch den siebten Saisontreffer von Miroslav Klose 50 Sekunden nach Wiederbeginn aus einer kuriosen Situation heraus in Führung gegangen. Der Nationalspieler sprintete einer verunglückten Rückgabe von Carsten Ramelow hinterher, wurde dann von Torhüter Jörg Butt angeschossen, danach trudelte der Ball im Zeitlupentempo über die Torlinie.

Für den Leverkusener Ausgleich sorgte ausgerechnet der ehemalige Bremer Simon Rolfes, der in der 54. Minute eine Verwirrung der Bremer Deckung ausnutzen konnte. Als sich beide Seiten ganz offenkundig schon auf ein Remis eingestellt hatten, gelang Klasnic in seinem 100. Bundesligaspiel doch noch der entscheidende Treffer.

Werder-Trainer Thomas Schaaf hatte nicht ganz unerwartet auf den Einsatz seines zuletzt formschwachen Kapitäns Frank Baumann verzichtet und dafür den Dänen Daniel Jensen aufgeboten. Doch auch der Skandinavier konnte die Probleme der Platzherren im Mittelfeld nicht ausmerzen, außerdem vergab der Nationalspieler schon in der sechsten Minute eine glasklare Möglichkeit zum Führungstreffer.

Nach 20 verschlafenen Minuten agierten die Gäste von Minute zu Minute stärker und waren insbesondere nach dem 1:1-Ausgleich einem zweiten Tor mehrfach sehr nahe. Interimscoach Rudi Völler raufte sich immer wieder die grauen Haare, als seine Stürmer mehrfach in aussichtsreicher Position scheiterten.

Die größte Chance vergab dabei in der 63. Minute Andrej Woronin, der freistehend verzog. Durch dieses Resultat endete auch die kleine Erfolgsserie Völler aus Bayers Trainerbank. Der Ex-Bremer hatte aus bislang sechs Partien fünf Siege für die Rheinländer herausgeholt.

© SID

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