Fußball
Bremen zu Gast in Mainz, Stuttgart empfängt Köln

Der 2. Spieltag der Bundesliga wird heute mit zwei Begegnungen komplettiert. Der FSV Mainz 05 empfängt im Stadion am Bruchweg Werder Bremen. Mit erheblichen Personalsorgen reist der 1. FC Köln zum VfB Stuttgart.

Tabellenführer Werder Bremen will nach dem enttäuschenden Champions-League-Auftritt in Basel in der Bundesliga Wiedergutmachung betreiben. Vier Tage nach der 1:2-Hinspielpleite in der Qualifikation zur Königsklasse fordert Werder-Sportdirektor Klaus Allofs vor dem heutigen Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 (17.30 Uhr/live bei Premiere) eine deutliche Leistungssteigerung.

Allerdings haben die Gastgeber im Gegensatz zu den Bremern auf europäischer Bühne beim 2:0 gegen Keflavik zusätzliches Selbstvertrauen getankt. Im zweiten Sonntagsspiel erwartet Giovanni Trapattoni bei seinem Heimdebüt als Trainer des VfB Stuttgart den von Verletzungssorgen geplagten 1. FC Köln.

"Ich erwarte eine ganz andere Leistung"

"Ich erwarte gegen Mainz eine ganz andere Leistung. Wir dürfen den Gegner nicht so zur Entfaltung kommen lassen wie in Basel", sagte Allofs und wünscht sich einen Auftritt wie beim 5:2-Erfolg beim Saisonauftakt gegen Arminia Bielefeld: "Ich bin zuversichtlich, dass wir uns steigern werden."

Werder-Trainer Thomas Schaaf, der weiter in der Startformation auf seinen angeschlagenen Kapitän Frank Baumann verzichten muss, wird aus der Niederlage beim Schweizer Meister auf jeden Fall personelle Konsequenzen ziehen. Ümit Davala und Jelle van Damme, die in Basel überfordert waren und ausgewechselt wurden, müssen ihre Plätze rechts und links in der Viererkette für die deutschen Jung-Nationalspieler Patrick Owomoyela und Christian Schultz räumen.

Schaaf hat viel Respekt vor den Mainzern, gegen die es in der vorigen Saison für Werder nur ein Unentschieden und eine Niederlage gab. "Das ist eine sehr aktive Mannschaft. Sie können schnell die Positionen wechseln und gut umschalten", meinte der Werder-Coach.

Klopp freut sich auf erstes "echtes" Heimspiel

Sein Gegenüber Jürgen Klopp freut sich auf das Duell mit dem Tabellenführer, dass nach seinem Geschmack allerdings "nicht unbedingt jetzt schon" hätte kommen müssen. "Aber Bremen kann sich sicher auch Angenehmeres vorstellen, als bei uns spielen zu müssen", sagte Klopp, der sich nach zwei Uefa-Cup-Auftritten in Frankfurt auf das erste Heimspiel im eigenen Stadion am Bruchweg freut.

"Nach dem gelungenen Auftritt im Uefa-Cup gehen wir sehr selbstbewusst in die Partie", sagte Klopp, der wohl auch auf die angeschlagenen Mathias Abel und Antonio da Silva zurückgreifen und damit seine Bestbesetzung aufbieten kann.

"Wir haben anscheinend die Seuche"

Davon kann Uwe Rapolder beim 1. FC Köln nur träumen. Zu den vier Langzeitverletzten Sebastian Schindzielorz, Christian Rahn, Carsten Cullmann und Imre Szabics gesellten sich in dieser Woche noch Björn Schlicke (Muskelfaserriss in der Hüfte), Özalan Alpay (Zeh-Operation) und Albert Streit (Jochbeinbruch). "Da stellt sich die Mannschaft fast von allein auf", meinte Rapolder: "Wir haben anscheinend die Seuche." Streit wird vielleicht mit einer Spezialmanschette auflaufen.

Trotz der Personalsorgen will Rapolder in Stuttgart einen Punkt holen. "Dann haben wir gegen Kaiserslautern die Chance, uns ein schönes Startpolster zu verschaffen", sagte der FC-Coach. Immerhin hat er in Lukas Podolski "den derzeit besten Spieler in Deutschland" in seinem Team. Das meint zumindest Stuttgarts "Maestro" Giovanni Trapattoni, der selbst auf einen wichtigen Offensivmann wegen einer Sperre verzichten muss. "Ich muss mir noch überlegen, wer für Cacau spielt", sagt "Trap", der den neuen Mittelfeldspieler Mario Carevic noch nicht von Anfang an bringen will.

Dänen-Duo soll für Tore sorgen

So ruhen die Offensivhoffnungen vornehmlich auf dem Dänen-Duo Jesper Grönkjaer/Jon Dahl Tomasson. "Wir müssen mehr wagen, nicht nur in der Offensive", forderte Trapattoni, der mit dem 1:1 am 1. Spieltag in Duisburg nicht zufrieden war. Sein Ziel ist klar: "Wir müssen gewinnen."

© SID

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