Britisches Unternehmen präsentiert eigene WM-Statistik
Italiener sind die Schwalbenkönige

Ein britisches Statistikunternehmen hat es sich während der WM nicht nehmen lassen, alle Spiele in den Stadien und deren Protagonisten zu analysieren. Ein eigens entwickelter Index, der Schwalben, Wutanfälle und Schiedsrichterbeleidigungen verarbeitet, verrät, wie sich „Klinsi und Co.“ im Laufe der WM-Endrunde verhalten haben.

HB BERLIN. Schon vor dem WM-Finale gegen Frankreich hatte Italien einen Titel fast sicher: Die Azzurri sind die größten Schauspieler dieser Weltmeisterschaft. Das zumindest ergab eine Auswertung des britischen Statistikunternehmens IBI. Die Experten zählten bei den Italienern 32 Schwalben, und damit mehr als bei jedem anderen Team. Ganz groß im Simulieren von Verletzungen zeigte sich demnach Paraguay: Insgesamt zwölf Fälle führte IBI auf. Da verwundert kaum, dass ausgerechnet diese beiden Teams den so genannten "Foulspiel-Index" anführen, Paraguay mit 45 Punkten vor Italien mit 40.

Der Index berechnet sich aus Verwarnungen, Platzverweisen, Attacken gegen den Schiedsrichter, Schwalben, vorgetäuschten Verletzungen, Wutanfällen - und das Ganze dann geteilt durch die Zahl der absolvierten Spiele. Italiens Finalgegner Frankreich führt hier zumindest in einer Einzelwertung: Bei den Blauen registrierten die Statistiker insgesamt 28 Wutanfälle, so viele wie bei keinem anderen WM-Teilnehmer. Für ein hitziges Endspiel spricht auch, dass Italien und Frankreich gemeinsam mit Kroatien und Portugal am häufigsten - nämlich jeweils fünf Mal - den Schiedsrichter attackierten.

Die Deutschen halten sich im gesamten "Foulspiel-Index" auf einem durchschnittlichen 14. Platz mit 26 Punkten. Am bravsten präsentierte sich laut IBI Trinidad und Tobago mit nur 14 Punkten. Die größten Patrioten entdeckte das Unternehmen bei Angola, Argentinien, Brasilien, Costa Rica, Ecuador, Mexico, Saudi Arabien und Spanien: Hier sangen alle Spieler vor allen Partien die Nationalhymne mit. Nicht überraschen kann hier der Tabellenletzte: Bei seinen drei Vorrundenspielen blieben bei Serbien-Montenegro 31 Mal die Münder fest verschlossen. Kurz vor Beginn der WM hatte Montenegro den Staatenbund mit Serbien aufgelöst.

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