Büroneubauten
Investoren schätzen Stabilität

Wie die Nachbarstädte Essen, Bochum und Duisburg kann sich auch Dortmund über die typischen Vorzüge eines so genannten Sekundär-Standortes freuen: Es gibt wenig Leerstand, die Mieten entwickeln sich seit Jahren verhältnismäßig stabil. Nur 5,8 Prozent der Flächen oder umgerechnet 159000 qm sind ohne Nutzer.

DORTMUND. Dortmund begrüßt seine Fußball-Fans aufgeräumt und vielerorts mit neuem Gesicht. Vor allem der Büromarkt boomt. " Allein 2005 sind Neubauten mit einem Volumen von 91 000 Quadratmetern (qm) neu errichtet worden. Für unsere Stadt ist das ein Rekord", freut sich Udo Mager, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Wie die Nachbarstädte Essen, Bochum und Duisburg kann sich auch Dortmund über die typischen Vorzüge eines so genannten Sekundär-Standortes freuen: Es gibt wenig Leerstand, die Mieten entwickeln sich seit Jahren verhältnismäßig stabil. Nur 5,8 Prozent der Flächen oder umgerechnet 159 000 qm sind ohne Nutzer. Das ist zwar mehr als in den vergangenen Jahren, aber weit von den zweistelligen Quoten entfernt, die Bürometropolen wie Düsseldorf oder Frankfurt plagen. In den beiden Bürohochburgen betragen die Leerstandsquoten den Analysten der Fondsgesellschaft Deag zufolge zurzeit 13,6 bzw. 17,9 Prozent.

Wichtigster und imageträchtigster Neubau in Dortmund ist der RWE-Tower. Er hat die Silhouette der City entscheidend verändert. Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit wurde die neue Konzernzentrale mit einer Nutzfläche von 27  000 qm im Mai vergangenen Jahres fertig. Seit Juni 2005 sind dort 700 Beschäftigte der RWE Energy AG sowie der RWE Westfalen-Weser-Ems AG (RWE WWE) ansässig. Architekt Eckhard Gerber hat den 100 Meter hohen Baukörper bewusst als Gegenmodell zu klimatechnisch aufwendigen und kostenträchtigen Ganzglasbauten entworfen. Statt Energie zehrender Klimatechnik gibt es individuell zu öffnende Fenster. Dadurch soll das Gebäudeinnere von vornherein vor Aufheizung oder Auskühlung bewahrt werden. "Der Neubau folgt konsequent dem Kurs der RWE Westfalen-Weser-Ems, die ihre Kunden zu Energieeinsparungen anhält", sagt Martin Rothenberg, Sprecher der RWE Westfalen-Weser-Ems AG.

Das Gebäude ergänzt an der Nahtstelle zwischen Zentrum und belebten Hauptbahnhof zwei Hochhäuser aus den sechziger Jahren zum wichtigsten stadtzentralen Verwaltungsstandort.

Auch Dortmunds zweite wichtige Bürolage zu beiden Seiten der Bundesstraße 1 (B 1) entwickelte sich in den vergangenen Monaten prächtig. So wurde inzwischen der erste Bauabschnitt des "Office Park Rheinlanddamm" mit 11 000 qm Büroflächen fertig. Als erster Mieter sicherte sich die Kanzlei NKPS Niebaum, Kohler, Punge, Söder einen Teil der Neubauflächen. Im Büroobjekt Westfalentor, ebenfalls an der B 1, hat sich die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young niedergelassen. Die Stadt selbst bezieht in wenigen Wochen 8 000 qm im 14 000 qm großen Neubau Bürocenter am Märkischen Tor.

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