Bundesinnenminister kündigt harte Welle an
Schäuble sagt Hooligans den Kampf an

Mit einem eindringlichen Appell hat Wolfgang Schäuble alle Hooligans aufgefordert, während der WM auf Gewalt zu verzichten. "Ihr werdet keine Freude haben", kündigte der Bundesinnenminister eine harte Welle an.

Im Vorfeld der WM in Deutschland (9. Juni - 9. Juli) hat Innenminister Wolfgang Schäuble erneut eindringlich vor Ausschreitungen gewarnt. "Die Hooligans werden keine Freude haben. Denen kann ich nur raten: Bleibt zuhause und tretet mit dem Fuß gegen die Wand", sagte Schäuble in der ARD-Talkrunde mit Sabine Christiansen am Sonntagabend.

Die Vorbereitungen auf den Umgang mit Hooligans seien laut Schäuble "noch nie so sorgfältig gewesen, auch in der internationalen Zusammenarbeit". Obwohl der CDU-Politiker ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den englischen und polnischen Behörden hervorhob, wies er auch auf die Hooligan-Problematik in Deutschland hin: "Wir tun ja immer so, als wären es immer nur die anderen. Bei der WM in Frankreich waren es aber Deutsche, die den Polizisten Daniel Nivel schwer verletzt haben."



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Restrisiko bleibt bestehen

Schäuble erklärte erneut, dass es trotz aller Vorbereitungen auch bei der WM "keine hundertprozentige Sicherheit" gebe und dass "ein Restrisiko bleibt, je mehr Menschen an einem Platz zusammenkommen". Mit Blick auf den Amoklauf des Messerattentäters in Berlin meinte Schäuble: "Der Fußball kann nichts dafür, dass vor ein paar Tagen ein Mensch, dem offenbar die Sicherungen durchgebrannt sind, Amok gelaufen ist."

Daraus ein Risiko für die WM herzuleiten, hält der Innenminister für völlig überzogen: "Das würde heißen, dass wir eine Ausgangssperre verhängen können. Jeder soll zuhause bleiben, und es gibt auch keinen Kirchentag mehr. Das ist doch Unsinn."

© SID

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