Bundesinnenminister
Schäuble lobt Sicherheitskonzept der WM

Grundweg positiv fiel das Fazit zur Sicherheit bei der WM von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble aus. Dank "Kreativität und Teamgeist" der Sicherheitsbehörden hätten alle Fans "unbeschwert und sorglos" feiern können.

Zwei Tage nach dem Ende der Weltmeisterschaft in Deutschland haben Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Günther Beckstein, Vorsitzender der Innenminister-Konferenz der Bundesländer, bezüglich der Sicherheit eine positive Bilanz gezogen: "Wie Jürgen Klinsmann mit seiner Nationalmannschaft, haben es die Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder geschafft, mit Kreativität und Teamgeist die Voraussetzungen zu schaffen, dass alle Fußballfans das WM-Fest unbeschwert und sorglos erleben und genießen können", sagte Schäuble in Berlin.

Der für den Sport zuständige Bundesminister bezeichnete die Kooperation mit rund 300 Polizisten aus den europäischen Nachbarländern als wichtigen Mosaikstein des Erfolgskonzeptes. Die Übertragung deutscher Polizei-Kompetenzen auf ausländische Behörden sei ein "Novum" gewesen, habe sich aber bezahlt gemacht. Schäuble: "Wir haben aus der Schweiz und Österreich erfahren, dass man vieles von unserem Konzept für die EM 2008 übernehmen will."

370 Personen durften nicht einreisen

Auch dank der guten Zusammenarbeit mit den ausländischen Behörden seien die Kontrollen an den Grenzen effizienter gewesen. 436 733 Personen wurden kontrolliert, 370 Personen durften nicht einreisen. Generell müsse man, so der Innenminister, von Glück reden, dass sich der internationale Terrorismus während der WM nicht verschärft habe.

Auch Beckstein zeigte sich als Vorsitzender der Innenminister-Konferenz mit dem WM-Verlauf zufrieden: "Die WM war ein großer Erfolg. Das Sicherheitskonzept ist zu 100 Prozent aufgegangen." Man habe ausreichend Kenntnisse über einreisewillige Rowdies gehabt. In England hatten 4 000 Personen keine Ausreise-Genehmigung erhalten.

2 269 Delikte rund um WM-Spiele

Getragen wurde das Sicherheitskonzept von einer hohen Polizei-Präsenz. Insgesamt waren in Deutschland 250 000 Beamte im Einsatz. "Ihr Auftreten war freundlich, kommunikativ und locker", betonte Beckstein.

Für die Dauer der WM registrierte die Polizei 7 212 Straftaten. 2 269 Delikte traten rund um ein WM-Spiel auf, die restlichen 4 943 Vorfälle ereigneten sich nicht im Umfeld einer Partie. 8 935 Personen wurden mit Freiheits-entziehenden Maßnahmen belegt, "in der Regel handelte es sich nur um kurzzeitige Festnahmen", so Beckstein. Insgesamt wurden 862 Personen verletzt. 200 von ihnen waren Polizeibeamte, 353 Störer und 309 Unbeteiligte. Meist handelte es sich nur um leichte Verletzungen.

© SID

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