Bundesliga-Abstiegskampf
Der Tag der Entscheidung

Es geht um alles oder nichts: Drei Spiele am Samstagnachmittag entscheiden direkt über den Klassenerhalt der Mannschaft im Abstiegskampf. HSV, Stuttgart, Paderborn, Freiburg, Berlin und Hannover – so stehen die Chancen.
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DüsseldorfAus sechs mach drei: Wenn am Samstag zwischen 17.15 und 17.20 Uhr der 34. und letzte Spieltag der Bundesliga-Saison 2014/15 abgepfiffen wird, werden wie jedes Jahr zwei Mannschaften als Absteiger feststehen und ein Klub in das Relegationsspiel gegen die Nummer drei der 2. Liga geschickt. Es wird Jubel geben, es werden Tränen bei den Fans fließen. Und die Bundesliga vielleicht einen ihrer traditionsreichsten Vereine verloren haben.

Es ist eng wie selten im Abstiegskampf. Zwischen dem SC Paderborn auf Rang 18 und Hertha BSC Berlin auf Rang 13 liegen nur vier Punkte. Klar ist vor dem Finale nur, dass nur noch Stuttgart, Hamburg oder eben Paderborn als Schusslicht absteigen können. Und die Hertha maximal noch in die Relegation rutscht. Doch für alle sechs Vereine im Keller geht es zumindest rechnerisch noch um den Klassenerhalt.

In höchster Gefahr schweben der SC Paderborn und der Hamburger SV, die als Letzter und Vorletzter der Tabelle nicht mehr aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen können. Beide müssen zwingend drei Punkte holen, um überhaupt noch eine Chance zu haben. Die gefühlt einfachere Aufgabe hat hier der HSV zu lösen.

Die Hanseaten treffen im letzten Spiel in der Imtech-Arena, die ab Sommer wieder Volkspark heißen wird, auf den FC Schalke 04. Die Gelsenkirchener sind zwar kein per se einfacher Gegner, aber zumindest sportlich geht es für die Knappen um Nichts mehr. Durch den knappen Sieg gegen den SC Paderborn am vergangenen Spieltag wurde vorzeitig die Qualifikation für die Europa League gesichert. Eigentlich gute Vorzeichen für die Hamburger.

Doch der FC Schalke kann sich in der Außenwirkung nicht noch einen unmotivierten Auftritt erlauben. Beim Heimspiel gegen Paderborn war es nach indiskutabler Leistung zu Protesten der Fans gekommen. Protesten, denen sich Manager Horst Heldt stellte, dessen Maßnahme, die Spieler Boateng und Sam rauszuschmeißen, keinerlei Wirkung auf das Team gezeigt hatte. „Wir haben sehr leidenschaftliche Fans. Ihre Enttäuschung kann ich verstehen“, erklärte Heldt im Anschluss. Es gelte nun, „die Herzen der Fans zurückzugewinnen“. Und ein Sieg beim Abstiegskandidaten aus Hamburg ist da Pflicht.

Die Hamburger selbst haben alles Selbstvertrauen, was ihnen die Punktgewinne unter Feuerwehrmann Bruno Labbadia zurückgebracht hatten, schon wieder eingebüßt. Ausgerechnet das Heimspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Freiburg und die Niederlage in Stuttgart in der vergangenen Woche haben einen Großteil der Hoffnungen einfach zerstört. Torhüter René Adler, in dieser Phase der Saison bester Hamburger Spieler, bescheinigte der Mannschaft zuletzt Angst. Aber: „Wir können es noch schaffen. Da bringt es nichts, alles in Schutt und Asche zu reden“, beteuerte Adler. „Ich glaube einfach, dass wir gegen Schalke gewinnen.“ 

Trainer Labbadia setzte zum zweiten Mal in seiner kurzen Amtszeit ein Trainingslager an, diesmal ging es unter der Woche ins holsteinische Malente, zum Uwe-Seeler-Sportpark, wo sich die WM-Helden von 1974 und 1990 einst vorbereiteten.

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  • "Die Partie der Hamburger steht in direkter Wechselwirkung mit dem Spiel zwischen Hannover 96 und dem SC Freiburg. Geht diese Partie unentschieden aus, ist der HSV aufgrund des massiv schlechteren Torverhältnisses abgestiegen." ist doch Quatsch. Gewinnt der HSV und Paderborn, ist der HSV mindestens 16., egal wie Hannover gegen Freiburg spielt, mithin noch nicht abgestiegen.

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