Bundesliga am Freitag
Schalke muss punkten

Schalke hofft nach zwei Niederlagen bei Spitzenreiter 1899 Hoffenheim auf einen Saison-Neustart. Der am Mittwoch vorgestellte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar gilt als großer Hoffnungsträger. Doch die Rangnick-Elf geht nach zwei Siegen selbstbewusst in die Partie.
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HB DÜSSELDORF. Gelungener Neubeginn oder kompletter Saison- Fehlstart? Mit Hoffnungsträger Klaas-Jan Huntelaar will der mit zwei Niederlagen gestartete FC Schalke 04 im schweren Auswärtsspiel beim Bundesliga-Spitzenreiter 1899 Hoffenheim an diesem Freitag (20.30 Uhr/Sky und Liga total) die Trendwende einleiten.

Trainer Felix Magath hat mit den millionenschweren Last-Minute-Transfers den Personalumbruch abgeschlossen und nun den Wunschkader beisammen. „Durch die Neuverpflichtungen ist ein neuer Impuls gekommen. Und Huntelaar weiß, wo das Tor steht. Deswegen bin ich optimistisch, dass wir in Hoffenheim was Zählbares mitnehmen“, sagte Magath, der am Donnerstag aber auch warnte: „Wir haben Druck, punkten zu müssen, um nicht früh in der Saison hinterher zu laufen.“

Viel Zeit, sich mit den neuen Teamkollegen einzuspielen, hatte der niederländische Torjäger aber nicht. Erst am Mittwoch absolvierte der 27-Jährige seine erste Trainingseinheit „auf Schalke“. Und auch die zwei anderen Spätzugänge, Spielmacher José Manuel Jurado und Innenverteidiger Nicolas Plestan, müssen sich erst an den neuen Rhythmus gewöhnen, stehen aber im Kader. Magath weiß, dass sein Team noch Anlaufzeit braucht. „Ich weiß nicht, wie lange der Prozess dauert. Die Entwicklung hängt auch von Ergebnissen ab“, sagte er. „Wir müssen den Kader harmonisieren. Aber wir haben jetzt Optionen, die wir vorher nicht hatten. Und mit Huntelaar sind wir flexibler.“

Bei Schalke muss Huntelaar einen Kaltstart hinlegen, warm geschossen hat er sich aber bereits. Mit fünf Toren trug er wesentlich zu den beiden Siegen der „Elftal“ gegen San Marino und Finnland in der EM-Qualifikation bei. Und er ist zuversichtlich, dass das Duett mit Raúl, mit dem er einst bei Real Madrid gut harmonierte, auf Anhieb wieder klappt. „Wir wissen, wie der andere tickt. Das kann ein Vorteil sein. Ich bin froh, wieder mit ihm zu spielen.“ Der zuletzt gesperrte Benedikt Höwedes soll zudem der Wackel- Abwehr wieder mehr Stabilität verleihen. Neben ihm dürfte der stark kritisierte Christoph Metzelder eine neue Bewährungschance erhalten. Magath erhofft sich eine Trotzreaktion von seinem Problemfall, hat bei Metzelder im Training eine „erhöhte Aggressivität“ ausgemacht. „Da wirkte er stabiler.“ Nicht dabei ist der Japaner Atsuto Uchida, der vom Länderspiel in Tokio mit Verdacht auf Zehenbruch zurückkehrte.

Schalke trifft in Sinsheim auf die mit Siegen gegen Bremen (4:1) und St. Pauli (1:0) glänzend gestartete Elf von Trainer Ralf Rangnick. Das Team strotzt vor Selbstbewusstsein und will seine Spitzenposition mit dem ersten Bundesliga-Heimsieg gegen Schalke verteidigen. „Unser Vorteil ist, dass wir eine eingespielte, organisch gewachsene Mannschaft haben“, sagte Rangnick.

Vor dem Duell mit seinem ehemaligen Club konnte er sich kleine Seitenhiebe nicht verkneifen. „Wenn man allein sieht, was die an Gehältern zahlen - da kann es eigentlich nicht sein, dass wir gewinnen“, sagte Rangnick, der weiter auf den verletzten Chinedu Obasi verzichten muss. Unsicher ist der Einsatz von Marvin Compper, der im Training umknickte.

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